Reiseanbieter

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Für Dialyse-Patienten, die regelmässig ans Bett gebunden sind, eignen sich insbesondere Kreuzfahrten, zum Beispiel mit der Europa 2 von Hapag-Lloyd. Bild: Andi Graf

Knecht Reisegruppe übernimmt Bisconet AG

Neu bietet Knecht Reisen Spezialreisen für Dialyse-Patienten an – und eröffnet das Feld für weitere medizinische Spezialreisen.

Die Knecht Reisegruppe gehört in den letzten Jahren zu den expansionsfreudigsten Schweizer Reiseunternehmen. Jetzt wagen die Aargauer den Schritt Richtung medizinischer Spezialreisen.

Neu bietet die Reisegruppe Spezialreisen für Dialyse-Patienten an. Neben Kreuzfahrten befinden sich begleitete Individual- und Gruppenreisen im Programm.

Die Knecht Reisegruppe hat per 1. August die BisCoNet AG übernommen, die sich als Dialyse-Reisen und Kreuzfahrten einen Namen gemacht hat. Die bisherigen Inhaber der BisCoNet AG, Nick Huber und Claudia Candrian Huber, haben ihr 2006 gegründetes Unternehmen aus Altersgründen übergeben, stehen in der Startphase aber noch beratend zur Seite.

Kreuzfahrten-Spezialist Sascha Dimitriadis leitet bei Knecht Reisen die neue Abteilung.

Bei Knecht Reisen übernimmt Kreuzfahrten-Spezialist Sascha Dimitriadis die neue Abteilung. Der Grund: Schiffsreisen sind bei dieser Kundengruppe besonders beliebt. Dialyse-Patienten leiden unter einer Niereninsuffizienz und sind in der Regel alle zwei, drei Tage für einen halben Tag ans Bett angewiesen, wo sie eine Blutreinigung erfahren.

«Insbesondere Kreuzfahrtschiffe wie die Europa 2 von Hapag-LLoyd oder die Astor von Transocean wie auch einige MSC-Abreisen eignen sich für solche Reisen, die Schiffe sind medizinisch ausgerüstet», sagt Sascha Dimitriadis auf Anfrage. Weiter erwähnt er auch die Reedereien RCCL und Celebrity, «zudem werden wir für 2019 Flusskreuzfahrten im Angebot haben.»

Weitere medizinische Spezialreisen möglich

Ihm zur Seite steht Gordana Kolb, eine Dialyse-Fachfrau, die Kunden medizinische Fragen rund ums Reisen beantwortet und als hochqualifizierte Reiseleiterin zudem einzelne Dialyse-Reisen begleiten wird. «Wir sind uns der besonderen Verantwortung bewusst, die wir in diesem Reisesegment gegenüber unseren Kunden haben», sagt Dimitriadis. Reisende, die auf Dialyse angewiesen seien, könnten mit Knecht Reisen unbeschwert die Welt entdecken. Durch die Fortführung der BisCoNet AG innerhalb der Knecht Reisegruppe könne er mit seinem Team auf den wertvollen Erfahrungsschatz von mehr als zehn Jahren Dialyse-Spezialreisen zurückgreifen, sagt Dimitriadis.

Der Schritt von Knecht Reisen in Richtung medizinischer Spezialreisen kommt nicht von ungefähr: Vor zwei Jahren übernahm die Knecht Holding eine regionale Spitex-Organisation im der Region Brugg AG. Dass die Knecht Reisegruppe künftig verstärkt im Bereich medizinischer Spezialreisen tätig ist, ist gut denkbar – und durchaus lukrativ. Wenngleich, wie Sascha Dimitriadis einräumt, es bei der Anzahl von Dialyse-Patienten um einen überschaubaren Bereich handelt.

(GWA)