Reiseanbieter

Reka_Golfo del Sole.jpg
Auch das ist ein Reka-Feriendorf: Das Golfo del Sole in der Toskana. Bild: GolfodelSole

Reka legt im Geschäftsbereich Ferien deutlich zu

Die Schweizer Reisekasse kämpft im Geschäftsbereich Geld mit Rückgängen. Doch im Tourismus kratzt man an den 40 Millionen Franken Umsatz.

Die Schweizer Reisekasse (Reka) ist im Bereich Ferien weiterhin eine feste Grösse. Im Geschäftsbereich Reka-Ferien nahmen die Erträge im abgelaufenen Jahr um 9,3 Prozent auf 39,6 Millionen Franken zu. Die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung waren laut Reka-Angaben neu erworbene oder kürzlich erneuerte Ferienanlagen in der Schweiz, namentlich das Parkhotel Brenscino Brissago und das Reka-Feriendorf Zinal, aber auch ein «starkes Geschäft» im Reka-Ferienresort Golfo del Sole in der Toskana.

Die Mehrheit der Reka-Ferienanlagen verzeichnete allerdings wegen einer unbefriedigenden Wintersaison 2016/17 bei schlechter Schneelage eine leicht tiefere Auslastung. Mit einer Belegung der verfügbaren Wohnungen von durchschnittlich 64,3% seien die Appartements in den Reka-Feriendörfern jedoch auch 2017 nach wie vor gut und «über dem Branchenschnitt» ausgelastet gewesen. 

Zur Erinnerung: Mit 1200 Ferienwohnungen, darunter eben die Familien-Feriendörfer, agiert Reka als zweitgrösste Anbieterin auf dem Schweizer Ferienwohnungsmarkt. Mit ihren Ferienwohnungen und Feriendörfern erzielt die 1939 gegründete Nonprofit-Genossenschaft rund 1,3 Millionen Übernachtungen in der Schweiz sowie im umliegenden Ausland. Für 2018 erwarte Reka ein Ertragswachstum von 2 bis 4% bei leicht zunehmender Auslastung der eigenen Ferienanlagen.

Rückgänge im Geldbereich

Währenddem Ferienleistungen der Reka vermehrt nachgefragt werden, sieht es im Geschäftsbereich Geld, dem zweiten Standbein der Reka, anders aus. 2017 wurde mit den vergünstigten Zahlungsmitteln erneut weniger Umsatz erzielt. Dabei ging der Verkauf von Reka-Zahlungsmitteln als Lohnnebenleistung über Arbeitgeber, der rund 60 Prozent des Gesamtvolumens ausmacht, klar zurück - um 2,9% auf 611,7 Millionen Franken. Weiterhin erreiche die Reka mit über 4000 Unternehmenskunden eine hohe Durchdringung im Markt der Lohnnebenleistungen. Allerdings hätten der strukturelle Umbau und der damit verbundene Arbeitsplatzabbau in einzelnen Branchen, vor allem bei Banken und im Handel, auch für die Reka spürbare Auswirkungen.

Für 2018 erwartet die Reka eine Fortsetzung des Trends der Abnahme von Reka-Geld-Bezugsberechtigten in den Branchen mit Strukturwandel. Dieser werde aber voraussichtlich weitgehend durch Neuabschlüsse, vor allem mit dem Produkt Reka-Lunch (vergünstigte Mitarbeitendenverpflegung), kompensiert werden, gibt sich die Genossenschaft zuversichtlich.

(JCR/AWP)