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Erste Wasserstandsmeldungen von Thomas Cook für den Sommer 2017: griechische Inseln wie Santorini ziehen derzeit besser als Ziele in Spanien. Bild: Fotolia

Griechenland-Fieber beflügelt Thomas Cook

Aufgehellte Stimmung beim zweitgrössten Reiseveranstalter Europas. Für den Sommer zeichnet sich ein Plus ab.

Eine starke Nachfrage nach Sommerferien lässt Reiseveranstalter Thomas Cook optimistischer in die Zukunft blicken als noch im letzten, schwierigen Jahr. Konzernweit lägen die Sommerbuchungen derzeit zwölf Prozent höher als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor mit. Ende März hatte das Plus noch zehn Prozent betragen.

Zuletzt habe auch das Interesse an Türkei-Ferien wieder zugenommen. Die Nachfrage liege nun immerhin auf dem Niveau von 2016. Da waren die Buchungen nach den Terroranschlägen und dem Putschversuch in dem Land kräftig eingebrochen. Dabei konnte Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser im Veranstaltergeschäft bisher insgesamt höhere Preise durchsetzen.

In Kontinentaleuropa geben die Kunden für ihre Sommerferien im Schnitt etwa gleichviel aus wie vor einem Jahr. Die Buchungen liegen hier bisher 15 Prozent höher. Im Vorjahr hatte der Einbruch bei den Türkei-Reisen den Konzern stark getroffen. Mit seiner Marke Öger Tours ist er in diesem Bereich besonders stark vertreten.

Diesmal seien vor allem Griechenland-Reisen stärker gefragt, während der Buchungsschub für die spanischen Inseln nachlasse, sagte Fankhauser. Im Winterhalbjahr bis Ende März blieb Thomas Cook wie für die Saison üblich deutlich in den roten Zahlen. Der Umsatz legte zwar getrieben vom schwachen britischen Pfund um zwölf Prozent auf 2,99 Milliarden Pfund (3,8 Mrd. Franken Euro) zu. Der um Sonderposten bereinigte operative Verlust (Ebit) weitete sich aber um neun Prozent auf 177 Millionen Pfund (224 Mio. Franken) aus.

In der Schweiz hat auf dieses Jahr hin Thomas Cook die Zusammenarbeit mit Hotelplan Suisse verstärkt.

(AWP/TN)