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Globetrotter Group steigert Umsatz – trotz massiver USA-Flaute
Die Globetrotter Group hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen. Der Gesamtumsatz stieg auf 205 Millionen Franken (2024: 202 Millionen Franken).
Gleichzeitig verzeichnete die Reisegruppe einen markanten Rückgang im USA-Geschäft: Die Buchungen gingen dort um rund 25 Prozent zurück, was einem Minus von etwa sechs Millionen Franken entspricht, wie es in einer Mitteilung heisst.
André Lüthi, Verwaltungsratspräsident der Globetrotter Group, führt den Rückgang auf die allgemeine Stimmung gegenüber den USA zurück. «Viele Schweizerinnen und Schweizer wollten wohl ein Zeichen setzen», sagt er.
Beratung wird wichtiger
Insgesamt blieb die Reiselust jedoch hoch. Bei der Globetrotter Group legten das Südliche Afrika, Japan und Südkorea im zweistelligen Bereich zu. Auch Kanada habe sich stabil entwickelt und sei vom Einbruch in den USA nicht betroffen gewesen, so Lüthi.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Gruppe durch mehrere spezialisierte Marken. Wachstum verzeichneten unter anderem Linguista (Sprachreisen), Background Tours (Studien- und Politreisen), Brasa (Südamerika) sowie Bike Adventure Tours.
Mit Blick auf 2026 zeigt sich der Globetrotter-Verwaltungsratspräsident vorsichtig optimistisch. Erste Anzeichen deuteten darauf hin, dass das Interesse an USA-Reisen zurückkehre. Gleichzeitig bleibe das Umfeld anspruchsvoll: «Mit Besorgnis schauen wir auf die momentane geopolitische Situation, die, je nach Entwicklung, weltweit eine Auswirkung auf das Reiseverhalten haben wird», sagt Lüthi.
Umso wichtiger werde die Beratung durch erfahrene Reiseprofis und die Rundum-Betreuung der Kundschaft vor und während der Reise. Rund 80 Prozent der Kundinnen und Kunden würden inzwischen einen individuellen Beratungstermin vereinbaren, um ihre Reisen sorgfältig zu planen und abzusichern.