Reiseanbieter

sense_3.jpg
Das Team von Sense of Switzerland, von links: Pia Sonderegger, Marc Strasser, Lukas Meier und Cyrill Zimmermann. Bild: SOS

Sense of Switzerland mit authentischen Schweiz-Erlebnissen

Von Gregor Waser

Lukas Meier, Pia Sonderegger, Cyrill Zimmermann und Marc Strasser bieten auf einer neuartigen Erlebnisplattform Überraschungsreisen in der Schweiz an. Die führen zu Begegnungen und echten Erlebnissen etwa mit Wildhütern, Fischern oder Mönchen.

Dass der langjährige Reiseprofi Lukas Meier und sein Team das Gespür für das besondere Reiseerlebnis haben, beweisen sie täglich mit ihrem Reisebüro «Sense of Travel» im Zürcher Kreis 3. Eine Sri-Lanka-, Mexiko- oder DomRep-Reise wird angereichert mit überraschenden Erlebnissen und unerwarteten Begegnungen - dank besten Kontakten vor Ort und einem reiseerfahrenen Team.

Während der zweijährigen Pandemie hat nun Lukas Meier zahlreiche Kurztrips in der Schweiz unternommen und die Faszination kleinerer, weniger bekannten Ferienregionen noch besser kennengelernt. Gleichzeitig ging Sense of Travel mit dem Anbieter von Überraschungsreisen bbacksson im August 2020 eine Kooperation ein. Bbacksoon wiederum stellte im Oktober 2021 das Nebenbei-Projekt aus Zeitmangel ein.

Lukas Meier stand dann im Kontakt mit den befreundeten Reiseprofis Cyrill Zimmermann (ex Knecht Sportreisen) und Marc Strasser (Travelclub) und sie tüftelten an einem neuen Konzept, das jetzt aus der Taufe gehoben wird. «Sense of Switzerland» nennt sich die Erlebnisplattform für Überraschungsreisen in der Schweiz, zum Team gehört auch Pia Sonderegger, bisher schon bei Sense of Travel.

«Wir möchten die authentische Schweiz erlebbar machen, so wie sie noch wenige kennen», erklären Lukas Meier, Geschäftsführer von Sense of Travel, und seine Geschäftspartner Marc Strasser und Cyrill Zimmermann ihre Idee. Anstatt um flüchtige Selfies geht es darum, selber etwas zu tun, hinter die Kulissen oder in unbekannte Winkel zu schauen. «Dieses Gefühl, diese Emotion kann man nicht bestellen», sagt Meier und ergänzt: «Alles, was schon auf Instagram ist, kann man bei uns nicht buchen.» Im Fokus stehen momentan kürzere sogenannte Zweit- oder Drittreisen, vornehmlich im Frühjahr und Herbst – Massenziele und Instagram-Hypes wie Oeschinensee und Creux du Van gehören nicht dazu.

Eine Woche vor Abreise wird die Überraschung gelüftet

Handwerk, Tradition oder Natur? Kulinarik, Lifestyle oder eher Romantik? Mit Sense of Switzerland lässt sich das Motto der nächsten Kurzreise selbst bestimmen. Ebenso die Schweizer Region und die bevorzugte Reisezeit. Ausgewählt wird mit wenigen Mausklicks auf der Website. Um den Rest kümmert sich das Team von Sense of Switzerland in Zürich persönlich. Eine Woche vor Abreise sind alle Unterlagen parat und die Überraschung wird gelüftet. Die Preise bewegen sich etwa ab 400 Franken pro Person, dazu gehören die Übernachtungen und zwei Erlebnisse, angereichert mit Restaurant-, Ausflugs- oder Wandertipps.

Zu den möglichen Überraschungen gehören Erlebnisse wie ein Streifzug mit dem Wildhüter, eine private Klosterführung mit einem Mönch, ein Morgen mit dem Fischer auf dem See, ein Besuch bei einem «Schönschreiber» oder auch Handwerkliches wie Mehlherstellen, die eigene Fonduemischung kreieren, einem Küfer oder Seiler über die Schulter schauen oder gar Hornussen. Meier: «Es muss gar nicht möglichst spektakulär sein, sondern einfach echt.»

Ein schweizweites, immer noch wachsendes Netzwerk an lokalen Partnern haben sich die Reiseprofis von Sense of Switzerland während der Corona-Zeit aufgebaut. Kleine, privat geführte Hotels, Tourismusorganisationen und Local Heroes gehören dazu. «Gerade für kleinere Ferienregionen sehen wir viel Potenzial bei der Zusammenarbeit mit unserer von Schweizer Reiseprofis koordinierten Erlebnisplattform», sagt Meier. Man sei bereits nahezu schweizweit gut aufgestellt und das Angebot werde stetig ausgebaut, insbesondere in der Romandie sollen noch weitere Erlebnisse dazukommen.

Auf seine Erwartungen angesprochen, wird schnell klar, dass es sich mehr als um ein Nebenbei-Projekt handelt. Meier rechnet im ersten Jahr mit rund 200 Buchungen. Wobei er anfügt: «Der grosse Verdienst lockt nicht. Dafür ergeben sich mit dem bestehenden Kundenstamm von Sense of Travel sicherlich gute Synergien – so, dass unsere Fernreisegäste mal einen Schweiz-Aufenthalt buchen und umgekehrt.»

Weitere Infos: www.senseofswitzerland.ch