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Die anhaltenden Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie haben der Globetrotter Group erneut Umsatzeinbussen beschert. Bild: Globetrotter

Globetrotter Group verzeichnet 2021 erneut massiven Umsatzeinbruch

Die Coronapandemie machte dem Reisekonzern auch im abgelaufenen Jahr enorm zu schaffen. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorkrisenniveau von 243 auf 68 Millionen Franken zurück.

Anhaltende Reisebeschränkungen bei Ferndestinationen, Unsicherheiten in der Bevölkerung bezüglich des Pandemieverlaufs und das Testregime für die Rückreise in die Schweiz dämpfen weiterhin die Reiselust der Schweizerinnen und Schweizer. Die ungünstigen Umstände haben bei der Globetrotter Group wenig überraschend, wie bereits im letzten Jahr, für Umsatzeinbussen geführt. Der Reisekonzern verlor im Vergleich zu 2019, wo 243 Millionen Franken erwirtschaftet wurden, im 2021 erneut 72 Prozent des Umsatzes. Insgesamt beläuft sich der Ertrag also auf rund 68 Millionen Franken. Für das nächste Jahr rechnet der Konzern mit etwa 50 Prozent Umsatzeinbruch gegenüber 2019.

Der Mitarbeiterbestand ist seit Ausbruch der Pandemie von 450 Mitarbeitenden auf 290 geschrumpft. Nebst Kündigungen kam es zu etlichen natürlichen Abgängen von Mitarbeitenden durch Branchenwechsel. Dies sei eine weitere Herausforderung für die Branche. «Doch mit diesen 290 wollen wir die Krise meistern – und werden es auch», ist Verwaltungsratspräsident André Lüthi überzeugt, «dies schaffen wir dank Restrukturierungen, Kostenabbau, Kurzarbeitsentschädigungen und Härtefallhilfen. Dazu kommt, dass ein Licht am Ende des Tunnels klar zu sehen ist, allerdings ist die Länge des Weges bis zum Ende des Tunnels derzeit nicht abschätzbar.»

Immerhin macht sich auch ein wenig Hoffnung breit. Derzeit lassen sich in allen zwölf Unternehmen der Globetrotter Group Kunden beraten. Mit Reisebuchungen wird hingegen abgewartet. Der Konzern appelliert deshalb analog dem Schweizer Reise-Verband darauf, die Testpflicht vor der Rückreise in die Schweiz aufgrund der hohen Inzidenzen aufzuheben.

Aktuell zeichnet sich ausserdem ein neuer Trend ab. Werden Buchungen getätigt, seien dies tendenziell teurere Reisen – dafür wird nur noch einmal im Jahr. «Eine Tendenz, die vielleicht auch von einem neuen Bewusstsein fürs Reisen nach der Pandemie zeugt», meint Lüthi. Auch finden vermehrt «Online-Bucher» den Gang ins Reisebüro. Grund dafür sind die komplexen Ein- und Ausreisebestimmungen, Unterstützung bei Umbuchungen und Annullierungen – da seien die Reiseprofis gefragt.

(TN)