Reiseanbieter

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Die Reka-Feriendörfer im Inland, wie beispielweise jenes in Wildhaus, erfreuten sich im 2021 an grosser Beliebtheit bei einheimischen Gästen. Bild: Reka

Reka-Ferien legt 2021 um 31,1% zu

Die Schweizer Reisekasse Reka profitierte im zweiten Pandemiejahr insbesondere von der sehr starken Inlandnachfrage, aber auch von einem Zuwachs bei den Auslanddestinationen.

Die Schweizer Reisekasse Reka erreichte im Jahr 2021 auf Ebene der Unternehmensgruppe im operativen Geschäft einen Bruttoerlös von 100,3 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsfeld Reka-Ferien nahm der konsolidierte Bruttoerlös 2021 deutlich zu, und zwar um 31,1 Prozent auf 81,3 Millionen Franken. Er übertraf damit sogar den Wert von vor Corona von 2019 um 18,5 Prozent.

Das Unternehmen schreibt die positive Geschäftsentwicklung vier wesentlichen Erfolgsfaktoren zu: Erstens zwang 2021 im Gegensatz zum Vorjahr kein Lockdown zu kompletten Betriebseinstellungen. Weiter beinhaltet das Angebotsportfolio von Reka mehrheitlich Ferienwohnungen in der Schweiz, die in Coronazeiten aufgrund des Kundenbedürfnisses nach Social Distancing besonders gefragt waren und immer noch sind. Drittens verbrachten die Schweizerinnen und Schweizer aufgrund der unsicheren Lage ihre Ferien erneut vorwiegend im eigenen Land. Und zu guter Letzt konnte Reka den Ertrag im Auslandgeschäft nahezu verdoppeln. Dieses war 2020 noch stärker als das Inlandgeschäft durch Lockdowns, Grenzschliessungen und erschwerten Reiseverkehr geprägt worden. Es wurde deshalb das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht.

Aufgrund des Wiederaufflammen der Pandemie rechnet Reka nicht mit grundlegenden Veränderungen im Geschäft und geht von ähnlichen Ergebnissen wie im Vorjahr aus. «Sollte sich die Pandemiesituation dann deutlich entspannen, dürfte die Nachfrage für Angebote in der Schweiz ab Sommer rückläufig sein, dafür aber die Nachfrage nach Reka-Angeboten im Ausland anziehen», sagt Roger Seifritz, Direktor von Reka.

Reka-Zahlungsmittel deutlich unter Vorkrisenniveau

Auch im zweiten Jahr der Pandemie konnte Reka im Geschäftsfeld Zahlungsmittel den betrieblichen Bruttoerlös des Vorkrisenjahres 2019 nicht erreichen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 19 Millionen Franken. Die leichte Ertragszunahme sei vor allem auf verbesserte Gebührenerträge zurückzuführen, die durch die Verlagerung des Geschäftes auf bargeldlose Zahlungsmittel entstanden. Die für Kommissionserträge relevanten Reka-Geld-Ausgaben der Kundinnen und Kunden nahmen zwar um 1,6 Prozent zu, blieben aber 23,3 Prozent hinter dem Normaljahr 2019. Ursache dafür seien die über weite Teile des Geschäftsjahres vorhandenen Beschränkungen in drei wichtigen Einsatzfeldern von Reka-Geld: Erstens lag die Auslastung des öffentlichen Verkehrs, des beliebtesten Einsatzfeldes von Reka-Geld bei Kundinnen und Kunden, nach wie vor deutlich unter dem Normalniveau. Zweitens erholte sich das Einsatzfeld in Reisebüros für Auslandreisen nicht. Und drittens führten die über einen Grossteil des Jahres verbreitete Homeofficetätigkeit und die lange Schliessung der Gastronomiebetriebe dazu, dass im Vergleich zu Normaljahren deutlich weniger Reka-Geld für die Verpflegung ausgegeben wurde.

Im Geschäftsfeld Reka-Geld erwartet das Unternehmen im Jahr 2022 noch keine wesentliche Entspannung, weil Mobilität und Reisen voraussichtlich bis weit ins Jahr hinein stark beeinträchtigt bleiben werden. Keinen negativen Einfluss hatte die Pandemie auch 2021 auf die Entwicklung der Unternehmenskunden. Mit 4012 Betrieben und Organisationen (plus 1,6 Prozent), darunter drei Viertel der grössten Schweizer Unternehmen, erreicht Reka nach wie vor eine nachhaltig hohe und einzigartige Durchdringung im Markt der Lohnnebenleistungen und Kundenbindungsinstrumente.

(NWI)