Reiseanbieter

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Originelle Boxen mit Spezialitäten aus Italien, Spanien und Griechenland im Schaufenster von EuroShuttle in Muri machen Lust auf diese Länder. Bild: zVg

Die Genuss-Reise fängt im Mund an

Innovative Reiseunternehmen bauen sich in der Corona-Krise weitere Standbein auf. So auch das Reisebüro EuroShuttle aus Muri AG: Dort werden kulinarische Spezialitäten aus Ferienländern gleich zur Reise dazu verkauft.

Travelnews hat schon mehrfach die innovativen Geschäftsideen von Reisebüros portraitiert, mit welchen sich diese aktiv durch die Corona-Krise arbeiten. Da waren Teppiche, Eventlokal-Vermietung, Reisemessen, Steuererklärungs-Ausfüllhilfe, Schuh- oder Fischverkauf. Oder auch Airtrack-Matten-Verkäufe, Zürich-Rundgänge, begleitete Spaziergänge zum Rheinfall oder temporäre Mithilfe bei Covid-Stationen.

Nun hat sich auch Daniel Riner, Geschäftsführer des Reisebüro EuroShuttle in Muri AG, bei uns mit einer innovativen Geschäftsidee gemeldet. EuroShuttle arbeitet demnach schon seit einiger Zeit am Projekt «Genuss-Welten». Dabei handelt es sich um eine neue Abteilung des Reisebüros, in welcher sich alles um kulinarische Spezialitäten aus verschiedensten Ferienländern dreht.

So sieht die spanische Box aus...

Riner erklärt: «Jedes Produkt ist authentisch. Die sorgsam und persönlich ausgewählten, exklusiven Produkte aus Italien, Spanien und Griechenland, welche im jeweiligen ‹Food Trip out of the Box› enthalten sind, sollen Genuss und Inspiration zum virtuellen Trip sein, aber auch die Vorfreude auf kommende Reisen wecken oder können einfach Abwechslung ins Homeoffice bringen.» Das Angebot werde laufend auf- und ausgebaut.

Der Clou: Die «vintage look» Frachtboxen aus Massivholz mit Schiebedeckel fertigt EuroShuttle selber. Oder wie Riner sagt: «Wir erhalten die Kisten-Elemente von einer lokalen Schreinerei und machen die Fertigung und Bemalung selber hier im Büro, wenn wir Zeit haben. Fixfertige Kisten erhält man derzeit kaum noch, weil die Nachfrage nach solchen Geschenkkisten aktuell sehr hoch ist.» Platz für die Fertigung, Lagerung und Ausstellung der Boxen hat es im zweistöckigen Reisebüro genügend.

Vom vorweihnachtlichen Boom mit solchen Geschenkboxen will EuroShuttle ebenfalls profitieren, und hat sich deshalb aus Zeitgründen auf ein Basis-Sortiment beschränkt. Aktuell gibt es bereits Boxen mit Feinschmecker-Produkten aus Italien, Griechenland und Spanien. Nach Weihnachten folgen laut Riner «Food Trips» aus Portugal, der Bretagne, und Schottland. «Wir werden auch Weine, internationale Gin-Sorten und anderweitige Genussprodukte, welche wir persönlich kennen, in unserem Shop aufnehmen», führt Riner weiter aus. Entscheidend für ihn seien der Bezug und die Passion zum Reisen.

Andere Reisebüros können die Boxen auch verkaufen

... und so die griechische Box.

Geplant ist laut Riner zudem auch, dass das Produkt anderen Reisebüros angeboten wird, damit diese es wiederum ihren Kunden anbieten können. Bei EuroShuttle kostet die Box 149 Franken. Andere interessierte Reisebüros können die Box zu einem Nettopreis erhalten, welches rund 10-15 Prozent - Riner hat sich noch nicht festgelegt - unterhalb dieses Preises sein wird.

Verkaufen können die Reisebüros die Box dann zu einem selber gewählten Preis, was zudem Sinn macht, wenn beispielsweise noch ein Reisegutschein beigefügt wird. Die Box ist «White Label», trägt also kein EuroShuttle-Branding. Bei Interesse kann man sich einfach bei EuroShuttle melden.

Riner freut sich, dass dieses schon seit längerem gehegte Projekt, für welches er und sein Team nun erst wegen Corona auch die nötige Zeit fanden, endlich umgesetzt werden kann. Für ihn handelt es sich auch nicht um ein «Corona-Überbrückungs-Standbein», sondern um ein nachhaltiges, langfristiges Standbein, für welches nun die Basis geschaffen wurde. Ein Massenprodukt soll es nicht werden, aber die Box soll künftig noch so verfeinert werden, dass beispielweise die Produkte nicht mehr in der Schweiz gekauft, sondern direkt im Zielgebiet beim lokalen Produzenten eingekauft werden. Das würde dann gleichzeitig das exklusive Angebot von Produkten aus den Zielländern ermöglichen und auch gleich die dortige Kleinwirtschaft unterstützen.

(JCR)