Reiseanbieter

bundeshaus2.jpg
«Wir befinden uns in einer dramatischen Situation»: Die Schweizer Reisebranche ruft sich beim Bundesrat mit einem Schreiben in Erinnerung. Bild: Swiss-Image, Martin Mägli

«Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin, wir befinden uns in einer Notlage»

Im Hinblick auf die anstehenden Bundesratsentscheide hat die Task Force der Reisebranche mit den Organisationen SRV, TPA und STAR einen persönlichen Brief an die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und an jeden einzelnen Bundesrat gerichtet.

Rechtzeitig vor der nächsten Bundesratssitzung vom 19. August 2020 ruft sich die Schweizer Reisebranche in Bundesbern in Erinnerung. Schon am 26. Juni 2020 trafen sich SRV-Präsident Max E. Katz und SRV-Politikleiter André Lüthi mit den Bundesräten Ignazio Cassis, Guy Parmelin und Ueli Maurer und konnten auf die dramatische Situation der Reisebranche hinweisen. Jetzt hat sich die die Task Force der Reisebranche mit den Branchenorganisationen SRV, TPA und STAR mit einem Brief an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und jeden einzelnen Bundesrat gewendet.

Im Schreiben an den Bundesrat hat die Reisebranchen-Taskforce nun noch einmal kurz und prägnant die gravierende Notlage dargestellt und ein weiteres Mal die dramatische Situation erläutert, mit welcher sich alle Reisebüros seit März konfrontiert sehen.

Die Taskforce hat eindringlich um Zusprache eines zusätzlichen und substanziellen Hilfspakets für die unverschuldet in diese Krise geratene Reisebranche gebeten. Zudem wurde auf die Problematik der Erwerbersatzentschädigungen für inhabergeführte Unternehmen und deren Partner hingewiesen. Die Reisebranche in der Schweiz hat sämtliche Umsätze, die sie Monate vor der Krise erwirtschaftet haben, verloren. Seit Monaten, auch nach der Wiedereröffnung der Büros, verzeichnet die Reisebranche kein Einkommen mehr, ganz im Gegensatz zu anderen Sektoren, die ihre Kunden seit dem 11. Mai grossteils zurückkehren sehen.

Dem Schreiben an den Bundesrat wurde ein «Fact Sheet» beigelegt, welches alle Zahlen und Fakten nochmals unterstreicht und ein gutes Bild über den heutigen Zustand der Outgoing Tourismusbranche vermittelt. «Es ist sehr zu hoffen, dass der Bundesrat nach der Lektüre dieser Zahlen an seiner Sitzung vom 19. August die richtigen Entscheide herbeiführt – unsere Branche als Härtefall bezeichnet und die Lösungsansätze zu einer raschen Rettung zuhanden des Parlaments vorschlägt», heisst es seitens der Taskforce.

(TN)