Reiseanbieter

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Globetrotter setzt weiterhin auf seine Filialen - doch baut diese leicht ab. Bild: zVg

Auch bei Globetrotter ist Personal- und Filialabbau unumgänglich

Das Unternehmen hat die Geschäftsleitung neu aufgestellt und will einen Grossteil der Mitarbeitenden an Bord halten.

Nach der Abbau-Ansage von Hotelplan folgt heute bereits das zweite touristische Grossunternehmen mit einer ähnlich, wenn auch auf den ersten Blick weniger dramatisch lautenden Information. Die Globetrotter Travel Service (GTS), das wichtigste und grösste Unternehmen der Globetrotter Group, rüstet sich aufgrund der grossen Herausforderungen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, für die Zukunft.

Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben auf strategischer Ebene der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung «die Werte und die Marke geschärft». Darauf basierend wurde die Firmenstruktur angepasst. Globetrotter vertraue weiterhin auf sein erfolgreiches Geschäftsmodell, sprich, «die Filialen bleiben das Rückgrat des Unternehmens und bilden die persönliche Verbindung zu den Kunden». Die Geschäftsfelder Business und Premium Travel sowie Sportreisen bleiben fester Bestandteil der Globetrotter Strategie.

Mit der Einführung der «Globokratie», eine auf das Unternehmen angepasste Form der Soziokratie, ermögliche Globetrotter seinen Mitarbeitenden, die Zukunft ihres Unternehmens aktiv mitzugestalten. Anhand dieser Methodik hat sich die Geschäftsleitung als erstes selbst neu aufgestellt und besteht mit sofortiger Wirkung aus fünf Personen:

  • Dany Gehrig (CEO und Leiter Globokratie)
  • Caroline Bleiker (Leiterin Verkauf)
  • Heinz Wyss (Leiter Finanzen)
  • Sven Ziörjen (Leiter Marketing)
  • Christian Blattmann (Leiter Operations)

Globetrotter setzt darüber hinaus auf ein Vertriebsnetz an folgenden Standorten: Aarau, Baden, Basel, Bern, Biel, Brig, Chur, Fribourg, Luzern, Rapperswil, Schaffhausen, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zug, Zürich. Das heisst, wenn wir richtig informiert sind, dass Globetrotter die Filialen in Interlaken und Olten schliesst; ob eine der beiden Filialen in Bern oder der vier Filialen in Zürich betroffen ist, wissen wir aktuell noch nicht.

Mit der schrittweisen Umsetzung der Massnahmen bis Ende Jahr sieht CEO Dany Gehrig das Reiseunternehmen für die Zeit nach Corona gerüstet: «Es ist unser festes Ziel, unser Schiff durch den schwersten Sturm zu bringen, einen Grossteil der Crew an Bord zu halten und die anderen würdevoll an Land zu bringen.»

(JCR)