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Gegenseitige Hilfestellung - etwa im Rahmen von Branchen-Calls: Das sieht die «Aktion Mayday» als ihre Kernaufgabe. Bild: AdobeStock

Die «Aktion Mayday» ruft zur Zusammenarbeit auf

Über 1000 Personen haben die von der Reiseprofi-Interessensgruppe lancierte Petition unterzeichnet. Als nächstes folgt nun ein wöchentlicher Branchen-Call zum Informationsaustausch. Gast beim ersten Branchentalk am kommenden Montag ist Globetrotter-CEO und SRV-Vorstandsmitglied André Lüthi.

Die Coronavirus-Krise schüttelt die Reisebranche ganz schön durch. Insbesondere kleinere Reisebüros sind in ihrer Existenz bedroht. Da bedarf es viel gegenseitiger Hilfestellung. Das war der Gedanke hinter der «Aktion Mayday», welche vor zwei Wochen zur gegenseitigen Hilfestellung von Verbänden und Einzelunternehmen aufrief und auch eine Petition lancierte, welche die Stärke der Reisebranche dokumentieren sollte. Die Petition wurde von inzwischen mehr als 1200 Personen unterzeichnet. Der Name «Mayday» ist gut gewählt, er hat nichts mit dem Maifeiertag zu tun, sondern kommt vom Französischen «M'aidez!» («helft mir») und ist inzwischen Synonym für einen Notruf.

In einem heute verschickten Communiqué schreibt die Interessensgruppe, hinter welcher Nathalie Sassine (CEO TravelBoo AG und webook.ch GmbH), Birgit Sleegers (Geschäftsführerin Rhyner Travel AG), Natalie Dové (Inhaberin Nussbaumer Reisen AG, Magical Mystery Tours, Dovespace), Annette Kreczy (Member of the Board CSO DER Touristik Suisse AG) und Roland Zeller (Verwaltungsratspräsident Viselio AG) stehen, Folgendes: «Die Aktion Mayday sieht sich als Stimme der Basis unserer Reisebürolandschaft, welche durch die aktuelle Krise in seiner Existenz akut bedroht ist. Die Tatsache, dass wir innerhalb kürzester Zeit über 1’000 Petitionsunterschriften zusammentragen konnten, zeigt uns auf, dass an der Basis ein grosses Informationsbedürfnis besteht. Erfreut durften wir feststellen, dass seit Beginn unserer Aktion in diesem Punkt eine massgebliche Verbesserung stattgefunden hat und sich die Verbände bemühen die Kommunikation zu vereinheitlichen. Wir betonen, dass es keinesfalls das Ziel dieser Aktion ist, die enorme Arbeit der Vertreter verschiedenster Verbände und Interessensgruppen zu untergraben. Vielmehr zielt sie darauf ab, eine Plattform für konstruktive gemeinsame Gespräche zu bieten. Wir sehen uns als Bindeglied zwischen der Basis und den Interessensvertretern. In diesem Sinne möchten wir konstruktiv Hand bieten, um die Fragen und Belange der Reisebüros zu kanalisieren.»

Eine Plattform für konstruktive Gespräche wird künftig mit einem wöchentlichen Branchen-Call für Information, Kommunikation und Hilfestellungen angeboten. In jedem Call wird ein Experte eingeladen, der zu einer aktuellen Fragestellung Informationen an die Retailer abgeben kann. Am kommenden Montag (8. Juni) um 17.00 Uhr steigt der erste Call. Gast ist André Lüthi, CEO der Globetrotter Group, Vorstandsmitglied der Schweizer Reiseverbands (SRV) und dort für politische Belange zuständig, und damit Interessensvertreter der Reisebranche beim SECO. Er wird über den aktuellen Stand der Gespräche mit dem SECO informieren und steht Red und Antwort. Anmelden kann man sich zum Call über diesen Link.

(JCR)