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Mehr Know-how und Kontakte für das Visit USA Committee Schweiz
Dem USA-Reisegeschäft aus der Schweiz geht es wieder gut. Zwar sind die Besucherzahlen aus der Schweiz in den USA noch entfernt von den Rekordjahren, doch das Wachstum wird sowohl von den Reiseveranstaltern als auch von den Airlines bestätigt. Es lässt sich sogar in Zahlen fassen: Per Juli 2019 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - lag die Nachfrage aus der Schweiz mit 274'522 Einreisenden um 4,9 Prozent über dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr rechnet Heinz Zimmermann, seit einem Jahr Chairman des Visit USA Committee Board Switzerland, mit einem Wachstum von rund 4 Prozent. Damit käme man auf rund 482'000 Schweizer USA-Reisenden, und bereits im Vorjahr konnte ein Wachstum von 5 Prozent auf rund 462'000 Schweizer erzielt werden. Gemäss Forecast des U.S. Department of Commerce dürften ab 2021 wieder mehr als 500'000 Personen aus der Schweiz in die USA bereisen. Diese magische Marke wurde seit 2014 nicht mehr erreicht.
Erfreuliche Zeiten also für die USA-Spezialisten. Aber das Riesenland USA erfindet sich stets neu, die Produktpalette ist nicht nur vielseitig, sondern stetigem Wandel ausgesetzt. Das Know-how muss im Verkauf also immer aufs Neue trainiert werden. Genau darin liegt der Auftrag des VUSA Committee. Und da ist einiges gelaufen, wie nun im Nachgang des Assembly Meeting bekannt wurde.
Zunächst einmal gab es im Vorstand nicht nur eine Ersatzwahl für Kenny Prevost (ex Hotelplan) und Marcel Gehring (ex Knecht), welche ihre Unternehmen und somit auch das VUSA Board verlassen haben. Nein, Zimmermann fragte bei weiteren Personen an, ob diese das Board nicht ergänzen wollen. In der Konsequenz hiess dies, dass Michael Bötschi (Knecht) und Olivier Eck (Hotelplan) die oben genannten Personen ersetzen, zusätzlich aber noch Fabio Negro (FTI) und Andrea Beffa Schlosser (TUI) in den Vorstand stossen. Das wurde am Assembly Meeting so abgesegnet.
Was sind die Hintergründe? Auf Anfrage von Travelnews erklärt Zimmermann, dass es darum ging, «breiter aufgestellt» zu sein. Zum einen sind nun wieder fünf der sechs grössten Reiseveranstalter der Schweiz (statt wie bisher nur deren zwei) vertreten. Damit stehen auch wieder alle Retailketten hinter den Ausbildungs-Anliegen des Visit USA Committee. Des Weiteren wurden die Kompetenzen diversifiziert: Olivier Eck bringt Vertriebs-Know-how ein, Fabio Negro eine etwas internationalere Sicht der Dinge (weil er ja transnational für die FTI-Produktion zuständig ist). Andrea Beffa Schlosser schliesslich bringt als Direktorin Sales/Operations bei TUI Suisse ebenfalls die Verkaufsseite mehr ein sowie operative Aspekte - in der bisherigen Zusammensetzung war das Board stark mit Produktionsverantwortlichen besetzt. «Alle Vorstandsmitglieder sind gut vernetzt und wir erhoffen uns dadurch natürlich auch etwas mehr Partnerdestinationen am Visit USA Seminar», fügt Zimmermann an.
VUSA-Partnerdestination 2020: Utah
Mit dem neuen Team und einem «neuen Spirit» geht es nun darum, die wichtigste USA-Reiseverkaufsplattform - eben das Visit USA Seminar - aufs neue zu beleben. Mit den Besucherzahlen und auch Ausstellerzahlen sowohl des Visit USA Seminar in Zürich als auch der herbstlichen Visit USA Roadshow in sechs Schweizer Städten ist Zimmermann zufrieden. Das Feedback zum neuen Layout der Stände sei sehr gut gewesen. Trotzdem will das VUSA Committee noch mehr «Added Value» bieten bei der nächsten Austragung.
Klar ist schon mal, dass der Bundesstaat Utah die «featured destination» 2020 sein wird. Ein faszinierender Staat mit einer besonders hohen Dichte an Nationalparks. Darüber hinaus wird es aber noch echte Neuigkeiten geben. Beispielsweise wird bei der Plenumspräsentation im Anschluss an die Workshops und den Marketplace neu mit einem «Mentimeter» gearbeitet. Die Teilnehmenden können dann via ihr eigenes Smartphone auf Fragen sofort antworten und die Ergebnisse werden sogleich eingeblendet. Somit erhalten die Aussteller und Macher sofortiges Feedback zum Event - und das nachherige Ausfüllen von Papierumfragen, wenig beliebt und nicht immer erledigt, entfällt. «Damit verbessern wir die Qualitätssicherung», freut sich Zimmermann.
Viel mehr verraten will er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. «Es gibt Überlegungen hinsichtlich einem Loyalty-Programm oder auch beim Pricing, es ist aber noch nichts spruchreif», lässt er sich immerhin entlocken. Mit Heinz Zimmermann hat das Visit USA Committee jedenfalls einen transparenten und offenen Chairman, für welchen «klare Zielsetzungen und Ideen und eine offene Kommunikation» wichtig sind.