Reiseanbieter

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Gespräche über einen Verkauf des Reisegeschäfts trieben den Aktienkurs des angeschlagenen Traditionskonzerns Thomas Cook am Montag an der Londoner Börse um bis zu 23 Prozent in die Höhe. Bild: TC

Thomas Cook bald ganz in chinesischen Händen?

Europas zweitgrösster Reiseveranstalter bestätigt, dass Gespräche mit Fosun über den Verkauf des Reisegeschäftes stattfinden.

Auf solche Meldungen reagiert die Börse umgehend: als am Montag Thomas Cook bestätigte, dass man mit Fosun in Gesprächen über den Verkauf des Reisegeschäfts stehe, sprang die Aktie zwischenzeitlich um 23 Prozent an, bis am Abend lag sie 17 Prozent im Plus.

Der britische Touristikkonzern Thomas Cook, nach der TUI Group das zweitgrösste Reiseunternehmen Europas, gehört heute bereits zu 18 Prozent dem chinesichen Unternehmen Fosun. Ob Fosun sich aber die Mehrheit von Thomas Cook angeln wird, ist noch offen. Man befände sich noch in einem frühen Stadium der Gespräche. Für Fosun – der chinesische Konzern hat starke Standbeine in den Bereichen Finanzen und Pharma – ist Thomas Cook nicht das erste Engagement im Tourismus. Fosun ist auch Besitzerin von Club Med.

Das durch den Brexit und die generelle Zurückhaltung im Pauschalreisegeschäft angeschlagene Unternehmen hatte bereits anfangs Februar seine hauseigenen Airlines zum Verkauf angeboten. Für Fosun indes sind nur die Veranstaltertätigkeiten und die Hotels ein Thema. Aus Gründen der Start- und Landerechte ist es Fosun als nichteuropäisches Unternehmen verunmöglicht, auch die Thomas Cook Airlines zu übernehmen.

(TN)