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Dank idealer Konstellation scheint es dieses Jahr viele Schweizer über Ostern in die Ferne zu ziehen. Ägypten ist stark nachgefragt, aber auch Deutschland. Bild: Pixabay

Das sind die Ei-Lights des Ostergeschäfts

Die Grossveranstalter sind mit dem Ostergeschäft zufrieden. Dieses läuft aus verschiedenen Gründen gut. Wo am besten, sehen Sie im Artikel.

So spät wie in diesem Jahr kam das Osterfest zuletzt 2011 und wird es auch erst 2030 wieder sein (der späteste mögliche Ostertermin ist der 25. April). Das ist aus Sicht der Reiseveranstalter nicht unbedingt schlecht: Zum einen widerspiegelt sich der verhaltene Start ins Buchungsjahr nicht direkt im Ostergeschäft, zum anderen dürften die meisten nun die Skisaison endgültig abgehakt haben. Darüber hinaus liegen die Ostertage dieses Jahr perfekt: Die Frühlingsferien grenzen in den meisten Kantonen direkt an die Ostertage und ermöglichen damit statt dem verlängerten Osterwochenende gleich grössere, sprich einwöchige oder sogar längere Ferien.

Widerspiegelt sich dieser Umstand auch bei den Buchungen? Die von Travelnews.ch befragten Grossveranstalter geben für drei befragte Kategorien folgende Top-3 (an der Anzahl Pax gemessen) an:

Markus Flick (Sprecher DER Touristik Suisse) hält bei den von Railtour entnommenen Städtereisen-Resultaten fest, dass nebst den Top-3 auch kleinere bzw. üblicherweise weniger stark gebuchte Destinationen wie Bordeaux, Krakau oder Turin durchaus im Trend seien. Auf hohem Niveau rückläufig seien die - zuletzt stark mit Overtourism in Verbindung gebrachten – Ziele wie Amsterdam, Venedig oder Rom, dazu auch München.

Erfreulich sei überdies das Resultat bei den Badeferien, wo Ägypten seit langem mal wieder an der Spitze steht. Allgemein verlaufe das Ostergeschäft hinsichtlich Badeferien «sehr zufriedenstellend», konkret mit einem Buchungsplus im zweistelligen Prozentbereich. Allerdings mit dem Vorbehalt, dass Vergleiche zum Vorjahr etwas hinken, unter anderem weil wie eingangs erwähnt Ostern in diesem Jahr fast einen Monat später kommt als im Vorjahr.

Bei Hotelplan Suisse figuriert Ägypten ebenfalls weit oben, doch noch hat Spanien (als Ganzes) die Nase vorn. Grundsätzlich freut sich Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir über die gute Kombinierbarkeit der Oster- und Frühlingsferien: «Damit sind die Auswahl und die Reisefreudigkeit über das verlängerte Osterwochenende grösser.» Sie präzisiert überdies, dass die Spitzenplätze im Bereich Individual-/Rundreisen von den USA, den Kreuzfahrten und Kuba belegt werden. Heruntergebrochen auf die Top-Nachfrage allgemein für das Ostergeschäft liege Spanien vor den USA und Deutschland – wobei dort zwei Drittel der Reisenden in die unweit der Schweiz gelegenen Themenparks Europa-Park und Legoland reisen, und ein Drittel Städtereisen unternimmt, vorwiegend nach Hamburg, aber auch nach Berlin und München. Weniger gefragt für die Osterferien seien die Destinationen Italien sowie Portugal.

Bianca Schmidt (TUI Suisse) freut sich ebenfalls darüber, dass die Ostertage «perfekt für lange Ferien» liegen. Keine Destination sei unter den Erwartungen geblieben und viele Kunden hätten das Osterwochenende für einwöchige Ferien verlängert. Bei TUI Suisse sind die Badeferien-Ergebnisse sehr ähnlich jenen von DER Touristik Suisse; nur bei den Städtereisen scheinen TUI-Kunden ganz andere Ziele zu bevorzugen.

Auch bei FTI Schweiz haben wir noch nachgefragt. Dort haben wir eine generelle Rangliste für die Ostertage erhalten: An der Spitze liegt demnach Dominikanische Republik und dabei insbesondere Punta Cana, gefolgt von Bodrum (Türkei) und Dubai, wo offenbar das Charterangebot zum Flughafen DWC für Nachfrage sorge.

(JCR/GWA)