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Das bbacksoon-Team muss den geplanten Überraschungsflug annullieren, von links: Gründer Roland Laux, Irene Montefusco (Social Media), Geschäftsführer Christoph Anrig und Karin Märki (Spontaneity Planner). Bild: bbacksoon

bbacksoon annulliert den Überraschungsflug

Im Mai 2019 hätte ein Flugzeug abheben sollen, dessen Passagiere erst bei der Landung erfahren hätten, wo sie sind. Doch es trafen zuwenige Anmeldungen ein. bbacksoon sagt den Flug ab.

Im November 2018 sorgte bbacksoon mit der Ankündigung einer neuen Reiseidee für Aufsehen. Am 3. Mai 2019 hätte am Flughafen St. Gallen-Altenrhein eine Maschine in Richtung unbekanntem Reiseziel abheben sollen. Die rund 70 Passagiere hätten beim Einsteigen noch nicht gewusst, wohin die Reise geht, erst beim Landeanflug hätten sie herausgefunden, um welche europäische Stadt es sich handelt.

Der Ansatz war originell. Das Ergebnis nun aber ernüchternd. Es sind zu wenige Buchungen eingetroffen. Der St. Galler Spezialist für Spontanreisen bläst das Projekt ab.

Zwar hätten sich viele Interessenten mit Fragen zum Projekt gemeldet, doch die Anzahl konkreter Buchungen sei bis Ende Januar 2019 unter dem Soll-Wert geblieben, begründet bbacksoon-Geschäftsführer Christoph Anrig den Entscheid, jetzt die Reissleine zu ziehen und das Projekt abzublasen. Das Thema Spontanität bleibe in der heutigen durchgetakteten Gesellschaft schwierig, meint Anrig: «Viele hätten die Ferientage im Frühling bereits verplant oder der Preis sei ihnen doch zu teuer gewesen». Aufgrund der individuellen Anforderungen an den speziellen Premiereflug hätte der viertägige Spontantrip in eine europäische Stadt inklusive Übernachtungen rund 1400 Franken gekostet.

«Wir nehmen uns das Feedback zu Herzen und gehen nochmals über die Bücher. Für uns ist das Projekt noch lange nicht begraben, wir lassen die Zukunft aktuell aber noch offen», sagt Anrig über die Zukunft des Fluges ins Unbekannte. Interessierte können sich auf der Buchungsplattform www.bbacksoon.com weiter in eine Warteliste eintragen und mitentscheiden, ob und wie das Projekt weitergehen könnte.

(GWA)