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Halten in El Gouna Rückblick auf 2018 und Ausblick auf 2019, die drei FTI Group Managing Directors von links: Dietmar Gunz, Roula Jouny und Ralph Schiller. Bild: TN

FTI neu mit elf Hotels an der ägyptischen Mittelmeerküste

Neue Ziele lautet die Devise der FTI-Führungscrew fürs kommende Jahr. Aktuell zeichnet sich in der Schweiz eine Verdoppelung der Ägypten-Gäste ab.

Die gesamte Führungscrew von FTI samt Mitbesitzer Samih Sawiris befindet sich in diesen Tagen zusammen mit einer internationalen Journalistengruppe in El Gouna. Europas viertgrösster Reiseveranstalter verzeichnet ein sehr gutes Reisejahr – dank dem Comeback der Türkei und Ägyptens.

Treffen die Pluszahlen auch auf den Schweizer Markt zu? Managing Director Ralph Schiller sagt zu travelnews.ch: «Die Schweiz liegt leicht über Vorjahr». Andere Märkte wie Österreich lägen deutlich im zweistelligen Plus. «Das Problem in der Schweiz in diesem Jahr war, dass nach der Air-Berlin-Pleite zuwenige Kapazitäten verfügbar waren, gerade auf die Kanaren.» Jetzt habe sich die Ausgangslage geändert: «Der Schweiz performt derzeit extrem gut.»

Versuch mit Marsah Matruh

Neu lanciert FTI in Ägypten die Nordküste am Mittelmeer. Zwar haben in den Vorjahren TUI oder auch Kuoni/Helvetic den Versuch mit der ägyptischen Mittelmeerküste wieder eingestellt. Davon abhalten lässt sich FTI aber nicht. Ab Mai 2019 stehen elf Hotels an der 300 Kilometer langen Küste zwischen Marsa Matruh und Alexandria bereit, darunter das Fünf-Sterne-Familienhotel Jaz Almaza Beach Resort in Almaza Bay.

Reisten 2017/2018 total 8000 Schweizer mit FTI nach Ägypten (+55%), geht der Veranstalter in diesem Jahr von einer Verdoppelung auf 16'000 aus. Denn der Ausbau des Ägypten-Angebots am Mittelmeer aber auch in El Gouna ist deutlich.

FTI plant neu zwei tägliche Verbindungen nach Luxor sowie drei tägliche Flüge nach Kairo; und das direkt ab El Gouna. Die Gäste haben damit eine Vielzahl an Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung ihrer Ferien in Ägypten. Ob Tagesausflug, Übernachtungstour oder Kurzkreuzfahrt auf dem Nil.

«Unsere Gäste wollen heute mehr denn je möglichst individuell und flexibel unterwegs sein, Neues entdecken und wünschen sich besondere Erlebnisse», sagt Dietmar Gunz, Group Managing Director bei FTI. «Diesen Wunsch nach Vielfalt und maximaler Flexibilität bei den Anreisemöglichkeiten sowie gleichzeitiger Absicherung durch den Veranstalter bilden wir in allen Bereichen unseres neuen Portfolios ab.» FTI breche damit das einst starre Konzept der Pauschalreise auf und gestalte mit facettenreichen Angeboten aktiv die neue Art der Pauschalferien mit.

Ausbau in der Türkei und der Karibik

Mit neuen Zielen wartet nun FTI auch in der Türkei und in der Karibik auf. Neu zu finden im 2019-Katalog ist etwa Alaçati auf der Çeşme-Halbinsel, das für seine ursprüngliche Architektur, die weissen Sandstrände und das kristallklare Wasser bekannt ist, aber auch für seine hochklassigen Restaurants und Bars sowie kleine Boutiquen.

Neu steuert FTI ab München und Düsseldorf Santa Clara auf Kuba an. Von da aus erreichen Reisende Cayo Santa Maria nach zwei Stunden Transferzeit. Im Strand-Eldorado steht Gästen eine grosse Auswahl an hochwertigen, neuen oder frisch renovierten Unterkünften wie Resorts der Marken Angsana, Iberostar, Melia oder Paradisus sowie ein Labranda-Hotel zur Verfügung.

Viel vor hat FTI auch in Griechenland: Neben dem Labranda Sandy Beach auf Korfu wächst die Auswahl an Resorts auch auf Kreta und Kos. Zudem nimmt der Veranstalter Kefalonia als komplett neue Destination mit einer kleinen aber feinen Auswahl an Drei- und Vier-Sterne-Hotels neu ins Portfolio.

Und mit dem Labranda Pearl Resort auf Zypern erweitert MP Hotels sein Portfolio auf insgesamt 70 Hotels in zwölf Ländern. Die Anlage in Ayia Napa im Osten der Insel mit 216 Zimmern empfängt Gäste nach umfassender Renovierung ab Sommer 2019.

Die Zahlen stimmen

«Das ablaufende Geschäftsjahr hat uns mit einer Steigerung von rund 16 Prozent sowohl bei den Umsatz- als auch bei Gästezahlen ein Buchungshoch beschert. Dabei sind sowohl der stationäre Vertrieb als auch der Onlinevertrieb gleichermassen im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr gewachsen», blickt Dietmar Gunz auf das Reisejahr zurück. Vom 1. November 2017 bis Ende Oktober 2018 wird die FTI Group einen konsolidierten Gesamtumsatz von voraussichtlich 3,6 Milliarden Euro erzielen.

2019 sollen die Preise mehrheitlich stabil bleiben. «In manchen Ferienländern wie Ägypten war durch die sehr hohe Nachfrage mit einer deutlich grösseren Preiserhöhung zu rechnen. Diese konnten wir allerdings durch unseren sehr guten Einkauf nahezu ausgleichen», erklärt Dietmar Gunz. Australien und Neuseeland sind grösstenteils günstiger geworden. Grund hierfür ist die deutliche Schwächung des Dollars in beiden Ländern. Ein relativ stabiles Preisniveau gilt trotz hoher Nachfrage für Nordamerika.

Ein Goodie für Reisebüros erwähnte FTI bei der Medienkonferenz in El Gouna zudem: Städtereisen können neu in den meisten Hotels bis 14 Tage vor Anreise kostenlos storniert werden. Und die Reiseunterlagen werden ab sofort per Mail digital an die Feriengäste versendet.  

(LVE)