Rail & Road

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Schweizerinnen und Schweizer entscheiden sich vermehrt für Ferien mit dem Wohnmobil. Die Covid-Pandemie bescherte dieser Reiseform einen regelrechten Boom. Bild: Andres Nielsen

Die Schweiz ist im Camper-Fieber

Im vergangenen Jahr wurden so viele Wohnmobile zugelassen wie noch nie. Die Covid-Pandemie hat Camping-Ferien ein Hoch beschert.

Die Reisebeschränkungen und Unsicherheiten im Flugverkehr aufgrund der Pandemie im letzten Jahr haben dazu geführt, dass Schweizerinnen und Schweizer vermehrt mit dem eigenen Auto ins europäische Ausland verreist sind. Aber nicht nur, denn auch Trips mit dem Wohnmobil haben enorm an Beliebtheit gewonnen. Das zeigt eine kürzlich publizierte Statistik vom Verband Auto-Schweiz (AGVS).

Demnach wurde im 2021 so viele Personentransportfahrzeuge auf den Schweizer Strassen zugelassen wie noch nie. Im zu Ende gegangenen Jahr belief sich ihre Zahl auf 8530, nach 6924 im Jahr 2020 ein Zuwachs von 23,2 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind die Wohnmobile, die mit knapp 89 Prozent den Kernbestandteil des Segments bilden. 7588 Camper-Zulassungen im Jahr 2021 bedeuten im Vorjahresvergleich ein Wachstum von 26,4 Prozent. 2020 hatte ihre Anzahl noch 6'005 betragen - bereits dies waren 26 Prozent mehr als 2019 (4'766). Innerhalb von zwei Jahren steigerten sich die Neuzulassungen also um 59,2 Prozent.

Die Covid-Pandemie hat Camping-Ferien ein Hoch beschert. Dies liegt wohl vor allem daran, dass diese Reiseform als komfortabel und sicher in Bezug auf Ansteckungen mit dem Coronavirus gilt. Dass diese Art zu reisen derzeit sehr beliebt ist, zeigte auch das grosse Interesse am Suisse Caravan Salon im vergangenen Herbst: Knapp 50'600 Besucherinnen und Besucher liessen sich von rund 330 Austellern für ihren nächsten Roadtrip inspirieren.

(NWI)