Rail & Road

flixbus-goes-Costa-17f23d2c.jpg
Nach drei Jahren auf dem US-Markt kauft sich Flixbus den grössten Mitbewerber Greyhound. Bild: Flixbus

Flixbus übernimmt Greyhound in den USA

FlixMobility wagte einen grossen Expansionsschritt in den USA. Künftig gehören Flixbus alle Überlandbusse des grössten Mitbewerbers, Greyhound. Die Übernahme kostete der Dachgesellschaft Flixmobility 172 Millionen Dollar.

Flixbus startete im Jahr 2018 in den USA mit insgesamt 27 Zielen in den grössten Städten des Südwestens, darunter Los Angeles, Las Vegas und Phoenix. Nun kauft die Reiseplattform Flixmobility das US-Fernbusunternehmen Greyhound Lines, den grössten Anbieter von Fernbusreisen in Nordamerika, für 172 Millionen Dollar. Weltweit besteht das Portfolio von Flixbus aus mehr als 400’000 täglichen Verbindungen mit über 2500 Zielen in 36 Ländern ausserhalb der USA.

«Eine stetige Weiterentwicklung unseres Netzes durch Kooperationen oder Zukäufe ist schon immer ein wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie, um unsere globale Präsenz weiter auszubauen. Die Übernahme von Greyhound bringt uns hier einen entscheidenden Schritt weiter und stärkt die Position von Flixbus in den USA», sagt Jochen Engert, Mitgründer und CEO von FlixMobility.

In den USA sowie in Kanada und Mexiko verkehren 1300 Greyhound-Busse. Laut FlixMobility verbinden diese aktuell 2400 Ziele in Nordamerika mit fast 16 Millionen Passagieren pro Jahr. Das Unternehmen mit dem springenden Windhund als Logo wurde 1914 in den USA gegründet und verfügt heute über 1300 Fahrzeuge.

Die hervorragende Umweltbilanz von Fernbussen in Bezug auf den CO2-Ausstoss zeigt: Dieser Verkehrsträger wird für eine nachhaltige Mobilitätswende weltweit entscheidend sein. «Menschen in ganz Nordamerika wünschen sich völlig zu Recht erschwingliche und nachhaltige Reisealternativen zum privaten Auto. Gemeinsam werden FlixBus und Greyhound der gestiegenen Nachfrage nach umweltfreundlicher Mobilität in den USA Rechnung tragen», sagt André Schwämmlein, Mitgründer und CEO von FlixMobility.

«Der Verkauf von Greyhound an FlixMobility ist Teil unserer Strategie zur Neuausrichtung unseres Portfolios, um die FirstGroup als eines der führenden Unternehmen im öffentlichen Personenverkehr in Grossbritannien neu aufzustellen. Die Stärke von Greyhound sind die Mitarbeitenden und ich möchte ihnen für ihr unermüdliches Engagement im Sinne ihrer Kunden danken. Ich bin davon überzeugt, dass Greyhound als Teil von FlixMobility gut aufgestellt sein wird, um die traditionsreiche Marke noch viele Jahre lang fortzuführen und auszubauen», sagt zum Schluss noch David Martin, Executive Chairman der FirstGroup plc.

(TN)