Rail & Road

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Seit vielen Jahren können Verkehrteinehmer auf die Pannenhilfe, den Abschleppdienst, den Fahrzeugcheck und die Verkehrskurse vom TCS zählen. Bild: TCS

Der TCS Schweiz wird 125-jährig

Der Touring Club Schweiz feiert 2021 sein 125-Jahr-Jubiläum. Der mit 1,5 Millionen Mitgliedern heute grösste Mobilitätsclub der Schweiz wurde 1896 in Genf von 205 passionierten Radfahrern gegründet.

Seit der Gründung prägt der TCS als Schweizer Institution die Mobilität der Schweiz mit und trägt seit Jahrzehnten mit seinem Engagement entscheidend zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Schweizer Strassen bei.

Heute setzt sich der TCS für eine sichere und nachhaltige Mobilität ein, sei es zu Fuss, mit dem Velo, dem Motorrad, dem Auto, dem öffentlichen Verkehr oder mit neuen Formen der urbanen Mobilität. Mit einer Erlebnistournée durch zwölf Schweizer Städte will der TCS gemeinsam mit seinen Mitgliedern und der Schweizer Bevölkerung sein Jubiläum feiern.

Im Schnitt sind es 1300 Personen, denen der TCS täglich Hilfe leistet, sei im Strassenverkehr oder für Reisende im Ausland. «Unsere Tätigkeit ist jedoch nicht ausschliesslich auf unsere 1,5 Millionen Mitglieder ausgerichtet, sondern wir engagieren uns für die gesamte Schweizer Bevölkerung» hält Zentralpräsident Peter Goetschi fest. Der TCS berät und gibt Entscheidungshilfen für eine sichere und nachhaltige Mobilität mit Fokus auf Verkehrssicherheit und Konsumentenschutz.

Der obligatorische Verkehrsunterricht prägt die Schweiz seit vielen Jahren

Schon im Jahr 1908 begann der Touring Club Schweiz sein Engagement für die Verkehrserziehung und forderte vom Bundesrat einen obligatorischen Verkehrsunterricht. Seither setzt er sich durch Aufklärung, Sensibilisierungskampagnen, Hilfsmittel oder Einstehen für sicherere Rahmenbedingungen unermüdlich für verbesserte Bedingungen für sämtliche Verkehrsteilnehmer jeden Alters ein mit dem Ziel, die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

Der nicht gewinnorientierte Verein mit 1700 Mitarbeitenden gibt jährlich 80‘000 Leuchtwesten an Erstklässler ab, testet konsequent rund um die Mobilität etwa Kindersitze und Reifen. Auch bei neuen Fahrzeugen wie E-Bikes oder E-Trottinette testet der Club die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit in seinen eigenen Test- und Fahrtraining Zentren oder in Zusammenarbeit mit europäischen Clubs. Der Club engagiert sich zudem in der nachhaltigen Mobilität, heute im Speziellen der Elektromobilität. Auch hier ist er Experte und veröffentlicht regelmässig Testergebnisse unter anderem zu neuen Fahrzeugmodellen, Lebensdauer von Batterien oder Ladeinfrastrukturen. 2019 lancierte der Club die TCS App «eCharge», über die sich rund 35'000 Elektroladestationen in Europa lokalisieren und benutzen lassen, und er bietet Ladestationen für zuhause an. Damit nicht genug, ist der TCS heute auch der grösste Anbieter von Drohnenkursen.

2008 gründete der Club die Mobilitätsakademie. Als Think- und Do-Tank beschäftigt sie sich mit zukunftsweisenden, nachhaltigen Mobilitätsformen in konkreten Projekten. Ein sehr erfolgreich umgesetztes Beispiel ist das «carvelo2go», die weltweit erste Sharing-Plattform für elektrische Lastenvelos in diversen Städten und Gemeinden der Schweiz. Mit den Entwicklungen, die bereits heute spürbar sind, stellt sich der TCS den kommenden Herausforderungen. «In welcher Form die Mobilität und Transportmittel sich auch immer entwickeln werden – Unfälle und Pannen wird es immer geben, und der TCS wird auch in Zukunft Hilfe leisten, wo Hilfe unterwegs benötigt wird», kommentiert Generaldirektor Jürg Wittwer die Zukunft des Vereins.

(TN)