Rail & Road

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Das Servicepersonal steht schon kurz nach dem Einparken mit einem Glas Champagner bereit und nimmt die Bestellung auf. Alle Bilder: Reisemobile Melzer

Tested Das perfekte Wohnmobil-Dinner

Wohnmobile haben durch die Corona-Krise noch mehr an Bedeutung gewonnen und eröffnen den angeschlagenen Gastronomiebetrieben neue Chancen. In Deutschland bieten mittlerweile bereits 200 Restaurants ein Wohnmobil-Dinner an. Travelnews hat dieses im grenznahen Jestetten getestet!

Der Wohnmobil-Trend ist auch in diesem Jahr ungebrochen. Alleine in Deutschland wurden pro Monat teilweise über 15'000 Neufahrzeuge zugelassen. Eine Entwicklung, welche sich findige Gastronomen beim aktuell vorherrschenden Lockdown in Deutschland zunutze machen.

Aber wie soll das gehen? Mittlerweile bieten deutschlandweit bereits 200 Restaurants ein Wohnmobil-Dinner an. Dabei wird das Ambiente im eigenen Camper so angepasst, dass sich die Reisenden wie in einem Restaurant fühlen - und das Essen wie im Restaurant serviert. Natürlich kann man bei jedem Takeaway problemlos Speisen mitnehmen und im eigenen Wohnmobil verzehren, doch das hat bestimmt jeder Wohnmobil-Fahrer schon einmal gemacht. Auf Dauer wird das langweilig.

Wir haben das Angebot am vergangenen Sonntagabend getestet und möchten Ihnen unsere Erlebnisse nicht vorenthalten. Bereits zehn Wohnmobile stehen auf dem Supermarkt Parkplatz gegenüber vom Cafe Central in Jestetten, das dieses Mal zusammen mit Reisemobile Melzer das Wohnmobil Dinner organisiert. Kaum eingeparkt steht auch bereits das Wirtepaar vor der Türe – mit Blumenvase, Kerze, Servietten und einem Glas Sekt als Aperitif.

Zur Auswahl stehen gleich mehrere zusammengestellten Menüs, von denen jedes mit Vorspeise und Dessert serviert wird. Keine leichte Aufgabe, sich für eines zu entscheiden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, von der regulären Karte zu bestellen.

Einfach mal etwas anderes

Kurze Zeit später stehen bereits die bestellten Getränke und das Menü auf dem Tisch – lecker! Sogar die Kinder, die eigentlich lieber daheim gegessen hätten und den Sinn des ganzen nicht unbedingt eingesehen haben sind begeistert, das ist einfach mal etwas anderes.

Den mittlerweile 16 Wohnmobilisten, die sich auf dem Parkplatz eingefunden haben, geht es nicht anders. Sie alle freuen sich, endlich wieder einmal zumindest ein bisschen unterwegs zu sein und natürlich auch, mit diesem Dinner die örtliche Gastronomie zu unterstützen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: Die vorzüglichen italienischen Weine, die zum Essen serviert werden, können leider nur bedingt genossen werden, denn eine Übernachtung ist aufgrund der aktuellen Bestimmungen leider nicht erlaubt. Auch Schweizer Wohnmobil-Fahrer aus grenznahen Kantonen können übrigens an diesen Dinner teilnehmen: Ein Aufenthalt von bis zu 24 Stunden ist in Deutschland momentan noch ohne Quarantäne erlaubt.

(SD)