Rail & Road

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Der Freizeitpark Europapark ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel. Bild: europapark.de

Bald geht's mit dem Zug direkt in den Europapark

Ab Dezember 2020 gibt es täglich eine direkte Zugverbindung in den Europapark. Zusteigen können Schweizer Gäste beispielsweise in Bern oder Basel, Ausstiegsmöglichkeiten auf dem Rückweg sind unter anderem Basel oder Luzern.

Wenn man auf der Autobahn Richtung Europapark fährt und dann das erste Mal «Rust» angeschrieben steht, ja dann beginnt das Kribbeln im Bauch. Wenn man dann kurz nach der Ausfahrt in Rust die Achterbahn «Silverstar» von weitem sehen kann, dann geht die Nervosität erst richtig los. Dieses Szenario kennen alle, die mit dem Auto zum beliebten Europapark anreisen. Doch die Inhaberfamilie Mack ist schon viele Jahre bestrebt, sich in Kooperation mit der Deutschen Bahn für eine klima- und umweltfreundliche Anreise der Gäste einzusetzen. Gemäss einer Umfrage haben sogar über 45 Prozent der befragten Gäste, rund 2,5 Millionen Personen, demnach angegeben, dass sie sich eine Anreise mit dem Fernverkehr vorstellen könnten, wenn diese praktikabel und attraktiv sei.

Darauf haben nun der Freizeitpark und die Deutsche Bahn reagiert: Der EuroCityExpress Frankfurt-Mailand hält ab dem 13. Dezember 2020 täglich in Ringsheim. Vor allem für deutsche Gäste ist der Zeitplan des verfügbaren Zuges optimal: So können beispielweise Familien aus Frankfurt den Europa-Park in weniger als zwei Stunden mit der Bahn erreichen, Abfahrt wäre um 08:01 Uhr, Ankunft um 09:53 Uhr. Eine Rückfahrtmöglichkeit gibt es nachmittags um 16:42 Uhr, so dass man entweder einen Tagesbesuch realisieren oder den Aufenthalt mit einer Nacht in einem der sechs Europa-Park Hotels verlängern kann.

Verbindungen aus der Schweiz könnten besser sein

Auch aus der Schweiz gibt es eine tägliche Verbindung direkt an die Bahnstation des Europaparks. Bei der Hinfahrt erreicht man die Zugstation um 16:40 Uhr. Zurück in die Schweiz fährt der EuroCityExpress ab Ringsheim/Europapark um 09:55 Uhr morgens. Die Verbindungen aus und in die Schweiz bedingen also, dass mindestens zweimal in einem Hotel im oder um den Europapark übernachtet werden muss. Die Europapark-Besucher können immerhin definitiv nicht am falschen Ort aussteigen, denn Ende 2021 erfolgt die Umbenennung des Bahnhalts «Ringsheim» in «Ringsheim/Europa-Park».

Roland Mack, Inhaber des Europa-Park, äussert sich in einer Medienmitteilung folgendermassen: «Alle reden vom Klimaschutz und den Veränderungen der Menschen in ihrem Mobilitätsverhalten. Eine bessere Bahnanbindung für den Europa-Park ist daher ein Nachhaltigkeitsprojekt erster Klasse. Der Bahnanschluss hat für den Europa-Park eine sehr hohe Priorität. Das erwarten unsere Gäste, aber auch die Menschen in der Region von uns. Dafür kämpfen wir nun schon seit mehr als zehn Jahren. Deshalb freuen wir uns über diesen ersten Schritt, dass die Deutsche Bahn den Fernverkehrshalt in Ringsheim im kommenden Fahrplan etabliert hat und hoffen, dass wir mit diesem Angebot möglichst viele Gäste erreichen werden».

(TN)