Rail & Road

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United Airlines hat für ihre Mitarbeitenden 7500 Mund-Nasen-Masken aus ehemaligen Mitarbeiteruniformen hergestellt. Bild: UA

AIDA und Costa pausieren – AUA hebt ab – Flughäfen orientieren über neue Hygieneregeln

Die jüngsten Neuigkeiten zur Coronavirus-Krise: Diese Auswirkungen hat die Pandemie auf die Reisewelt.

AIDA und Costa: Keine Cruises bis 31. Juli

Alle Reisen bis einschließlich 31. Juli 2020 können bei AIDA Cruises nicht wie geplant stattfinden. Die Gäste, die in diesem Zeitraum eine Reise mit AIDA gebucht haben, werden informiert. Die Bearbeitung der Buchungen erfolgt chronologisch nach Abreisedatum. AIDA erstattet allen Gästen, deren Reise abgesagt wurde, die bisher an AIDA geleisteten Zahlungen in Form eines Reiseguthabens. Für das Vertrauen der Gäste bedankt sich AIDA zusätzlich mit einem Bonus in Höhe von 10 % auf die bereits geleistete Zahlung. Auch die Schwestergesellschaft Costa Cruises kündigt eine weitere Pausierung seiner Kreuzfahrten bis zum 31. Juli 2020 an.

Swiss stellt gebührenfreien Umbuchungszeitraum klar

Aufgrund eines Missverständnisses bei SWISS sind falsche Informationen bezüglich der Kulanzregelung der Airline in diverse Medien gelangt. Richtig ist, dass sämtliche Tickets, die bis zum 30. Juni ausgestellt sind, einmal kostenlos umgebucht werden dürfen. SWISS hält sich dabei an die Empfehlungen der EASA. Dabei kann die Reise auch in die zweite Jahreshälfte 2021 verschoben werden. Dies hatten wir vor einigen Tagen vermeldet.

Nochmals: Fluggäste, die ihr Reisedatum ändern möchten, können einmalig eine gebührenfreie Umbuchung für dieselbe Strecke und dieselbe Reiseklasse vornehmen. Dabei kann die Reise auch in die zweite Jahreshälfte 2021 verschoben werden. Das neue Reisedatum muss dabei vor dem 31. Dezember 2021 liegen. Diese Regelung gilt für Tickets, die bis einschliesslich 30. Juni 2020 gebucht wurden und ein bestätigtes Reisedatum bis einschliesslich 30. April 2021 haben. Die Umbuchung muss dabei vor dem ursprünglich geplanten Reiseantritt vorgenommen werden.

AUA legt am 15. Juni los

Am 15. Juni 2020 heben Austrian Airlines Maschinen nach fast 90 Tagen Pause wieder zu regulären Flügen ab. Die ersten Flieger starten unter anderem nach London, Paris und Brüssel. In der ersten Woche des Neustarts, von 15. bis 21. Juni, bietet Austrian Airlines folgende Verbindungen an: Amsterdam, Athen, Basel, Berlin, Brüssel, Bukarest, Dubrovnik, Düsseldorf, Frankfurt, Genf, Hamburg, Kopenhagen, Larnaka, London, München, Paris, Pristina, Sarajevo, Skopje, Sofia, Stockholm, Stuttgart, Tel Aviv, Thessaloniki, Tirana, Varna und Zürich. Zum Einsatz kommen vorerst hauptsächlich kleinere Maschinen wie Embraer 195 und Dash 8. In den Folgewochen sollen weitere Destinationen aufgenommen werden. Der Flugplan für Juli wird derzeit ausgearbeitet.

Hygienemassnahmen am Flughafen Genf

Auf Anfrage des BAG hat Genève Aéroport einen detaillierten Schutzplan ausgearbeitet, um den Schutz der Gesundheit seiner Mitarbeiter, Passagiere und Besucher zu gewährleisten. Individuelle Verantwortung, Handhygiene und die weitest gehende Wahrung der sozialen Distanz bleiben angesichts der Entwicklung der Pandemie die Schlüsselwörter. Sobald die soziale Distanz nicht mehr eingehalten werden kann, besteht für Passagiere und für die Mitarbeiter des Flughafens Tragepflicht für Schutzmasken. Die Flughafenmitarbeiter werden mit Masken, Handschuhen und in einigen Fällen mit Brillen ausgestattet, wenn dies unerlässlich ist. Dank neuer Verfahren soll der Kontakt mit den Passagieren so weit als möglich eingeschränkt.

Diese Regeln gelten jetzt am EuroAirport

Der Flughafen Zürich gab am Donnerstag bekannt, dass keine Maskenpflicht eingeführt wird. Anders ist die Praxis am EuroAirport. Der Grund: Der Flughafen liegt auf französischem Boden. In Frankreich gilt seit dem 11. Mai die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Die Maskenpflicht gelte für den Flughafen selbst, teilte der EuroAirport am Donnerstag mit. Sie gilt nicht für Kinder unter elf Jahren. Und auf dem Flug entscheiden die Airlines selbst, ob das Tragen von Masken Pflicht ist. Zusätzlich werden die Reisenden dazu angehalten, sich regelmässig die Hände zu waschen und mindestens einen Meter Abstand zu halten.

United Airlines stellt Mund-Nasen-Masken aus alten Uniformen her

Am San Francisco International Airport hat United Airlines Mitarbeitern, die im direkten Kontakt mit den Fluggästen stehen, sowie Wartungstechnikern 7500 Mund-Nasen-Masken zur Verfügung gestellt. Diese wurden aus rund 5,5 Tonnen ehemaliger Mitarbeiteruniformen hergestellt. United Airlines standen diese alten Uniformen zur Verfügung, nachdem die Fluggesellschaft Anfang dieses Jahres für Mitarbeiter in den Bereichen Technical Operations, Ramp Service und Catering Operations eine neue Dienstbekleidung angeschafft hatte. Ursprünglich sollten die Stoffe der abgelegten Uniformen in Teppichpolster und Isolierfasern umgearbeitet werden. Gemeinsam mit Looptworks, einem Spezialisten für Upcycling, hat United Airlines nun aber die Masken für die Mitarbeiter produzieren lassen.

Blablabus fährt ab 24. Juni wieder

Blablacar reagiert auf die gelockerten Reisebstimmungen und bereitet sich auf die Wiederaufnahme des BlablaBus-Angebots per 24. Juni 2020 auf Innlandsstrecken in Deutschland vor. Im Laufe des Sommers wird das Angebot entsprechend der Nachfrage und Gesundheitssituation schrittweise angepasst. Zu Beginn der Wiederaufnahme wird BlaBlaBus nur jeden zweiten Sitzplatz zum Verkauf anbieten, um möglichst sichere Bedingungen für alle Fahrgäste zu schaffen. Alle Busse werden mit Desinfektionsmittel ausgestattet und täglich desinfiziert. Fahrgäste sind verpflichtet einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. BlaBlaBus Tickets können ab dem 12. Juni auf der BlaBlaCar Website oder in der App gebucht werden.

Auch für das Bilden von Mitfahrgelegenheiten auf BlaBlaCar gelten weiterhin besondere Regelungen, damit sich BlaBlaCar Mitglieder sicherer fühlen können. Neu ist die optionale Funktion «Nur 1 auf der Rückbank», die die Anzahl der Mitfahrenden beschränkt, um einen Sicherheitsabstand auch während der Fahrt zu ermöglichen. Besonders Fahrgemeinschaften sind ein geteiltes Verkehrsmittel, das die Anzahl der Kontaktpersonen auf ein Minimum reduziert, das ermöglicht Reisenden in der gegenwärtigen Situation ein sicheres Reisen. Die Mitglieder werden zudem ausdrücklich angehalten die offiziellen Gesundheitsbestimmungen und Reisebedingungen der lokalen Behörden zu befolgen sowie bei Krankheitssymptomen nicht zu reisen, keine Hände zu schütteln, Abstand zu halten und stets eine Maske zu tragen.

People's bedient Wien ab 15. Juni

Die Grenzen zwischen der Schweiz und Österreich werden am 15. Juni 2020 geöffnet. Die Fluglinie People’s nimmt ihren Linienflugbetrieb zwischen Altenrhein SG und Wien ab 15. Juni 2020 schrittweise und unter Einhalten der verordneten Hygiene- und Schutzmassnahmen wieder auf. Ab 15. Juni 2020 fliegt People’s vorerst werktags einmal von Altenrhein nach Wien und zurück. Die Erhöhung auf zwei Rotationen im Tagesrand erfolgt in einem zweiten Schritt, dessen Zeitpunkt abhängig von der weiteren Entwicklung ist.

Avis mit neuen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen

Die Autovermietungsmarken Avis und Budget haben neue Sicherheitsbestimmungen eingeführt: Mit dem «Avis Sicherheitsversprechen» und «Budget Sorgenfrei-Versprechen» werden in allen Mietstationen zusätzliche Sicherheits- und Reinigungsmassnahmen umgesetzt, die angesichts der allmählichen Lockerung der Reisebeschränkungen in der Schweiz Reisenden eine sichere und saubere Mobilitätslösung bieten soll.  Eines der Hauptelemente sind die erhöhten Standards bei der Fahrzeugreinigung. Dies beinhaltet die Verwendung von Desinfektionsmitteln, die Krankheitserreger eliminieren. Besondere Aufmerksamkeit widmen die Mitarbeiter von Avis und Budget den Oberflächen, die am häufigsten berührt werden – darunter Lenkräder, Blinker, Armaturenbrett, Handgriffe, die Entertainment-Anlage, Getränkehalter, Mittelkonsolen und alle Türgriffe, sowohl innen als auch aussen. In den Mietstationen von Avis und Budget werden die nötigen Abstandsregeln gewahrt. Den Mitarbeitern wurde eine persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt und die Mietstationen mit transparenten Schutzscheiben ausgerüstet. Um Mitarbeiter und Kunden zu schützen, wird zudem das regelmässige Waschen der Hände und die Verwendung von Desinfektionsmitteln gefördert.

Mein Schiff 3 verlässt Cuxhaven

Nachdem es an Bord der Mein Schiff 3 zu neun Covid-19-Fällen gekommen war, war das Kreuzfahrtschiff von TUI Cruiss seit dem 28. April in Cuxhaven festgemacht. Heute verlässt nun die Mein Schiff 3 Cuxhaven in Richtung Deutsche Bucht. Dort wird sie bis zur Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs vor Anker liegen. Die neun mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder sind nach alle wieder genesen. Keiner von ihnen habe stationär behandelt werden müssen.

Kinder schlafen gratis bei Schauinsland und Iberostar

Passend zum touristischen Restart lancieren Schauinsland Reisen und Iberostar eine familienfreundliche Aktion: Kinder bis max. 16 Jahren übernachten bei allen Iberostar-Neubuchungen, die über den Reiseveranstalter Schauinsland Reisen bis zum 30. Juni 2020 getätigt werden, kostenfrei. Die Aktion «Free Kids» ist für alle weltweiten Aufenthalte bis zum 31. Oktober 2021 gültig. Grundvoraussetzung ist die Unterbringung in einem Zimmer mit 2 Vollzahlern. «Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Iberostar diese aussergewöhnliche Aktion auf die Beine gestellt haben und so Familien die Möglichkeit geben, den Corona-strapazierten Akku zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis wieder aufzuladen», sagt Andreas Rüttgers, Leiter Touristik bei Schauinsland Reisen.

Nur noch 12 Prozent der Firmen verbieten Geschäftsreisen

Während im März noch 42 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter grundsätzlich verboten, sind es Mitte Mai nur noch zwölf Prozent. Das ergab eine Umfrage des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR).75,7 Prozent erlauben aktuell Geschäftsreisen, wenn auch nur in begründeten Ausnahmefällen. Ein Trend zur Lockerung interner Auflagen in Unternehmen ist erkennbar, schreibt businesstraveller.de. «Mit den Erleichterungen der Coronavirus-Einschränkungen wächst auch der Wunsch, wieder auf Reisen zu gehen und Geschäftspartner persönlich zu treffen. Denn wichtige Absprachen und Abschlüsse sind im persönlichen Gespräch häufig erfolgreicher», sagt Florian Storp, Vorstand im DRV und Vorsitzender des DRV-Ausschusses Business Travel.

(GWA/NWI)