Rail & Road

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Die SBB senken ihr ÖV-Angebot bis 26. April auf ein Minimum, weil die Nachfrage aufgrund der ausserordenlichen Lage sinkt. Bild: SBB CFF FFS

SBB fahren den ÖV-Betrieb auf das Minimum runter

Die Nachfrage nach Öffentlichen Verkehrsverbindungen sinkt, weil ein Grossteil der Bevölkerung ins Homeoffice verbannt wurde. Die SBB senkt deshalb ihre Kapazitäten bis 26. April. Ein Grundangebot bleibt weiterhin erhalten.

Seitdem der Bundesrat die ausserordentliche Lage für die Schweiz ausgerufen hat, beobachten die SBB einen starken Rückgang der Nachfrage. Gleichzeitig sind Personalengpässe spürbar. Deshalb haben die SBB und Postauto als Systemführer in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr entschieden, das ÖV-Angebot zu reduzieren. Das touristische Angebot wurde bereits eingestellt. Ein Grundangebot wird weiterhin bestehen und die Social Distancing Empfehlungen des Bundes können dabei eingehalten werden. Die noch verkehrenden Züge werden nicht verkürzt geführt.

Für den Fern- und Regionalverkehr sind Fahrplankonzepte erarbeitet worden. Damit diese trotz der Komplexität und Kurzfristigkeit umgesetzt werden können, ist die Reduktion eine Aufteilung in drei Schritte notwendig. Fährgäste werden gebeten, vor jeder Reise den SBB Online-Fahrplan zu konsultieren. Dieser wird ab dem kommenden Sonntag (22. März) täglich bis 20 Uhr aktualisiert, sobald die Fahrplanänderungen in den Systemen angepasst sind.

Schritt 1, Donnerstag 19. März

  • Die SBB setzt die Zusatzzüge im Fernverkehr während den Stosszeiten aus.
  • Es werden keine Nachtzüge mehr verkehren. Der Hauptbahnhof in Zürich bleibt während den Wochenenden über Nacht geschlossen.
  • Internationale Züge innerhalb der Schweiz fahren nur noch bis zur Landesgrenze.

Schritt 2, ab Montag, 23. März

  • Der Fernverkehr und grenzüberschreitende Regionalverkehr wird minimiert.

Schritt 3, ab Donnerstag 26. März

  • Der Fernverkehr wird weiter reduziert.

Die SBB weisen darauf hin, dass die Billettpflicht weiterhin besteht. Einzelbillette werden vollumfänglich unter diesem Link zurückerstattet. Aufgrund der vielen Anfragen kann es derzeit zu Verzögerungen kommen. Das Generalabonnement kann für 30 Tage hinterlegt werden. Kunden können dazu die Nummer +41 (0)848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) kontaktieren.

Zudem weisen die SBB darauf hin, dass der Verkauf von Sparbilletten und Spartageskarten per 19. März vorübergehend eingestellt wird. Der Verkaufsstopp gilt für die Dauer des reduzierten Fahrplans. Stand heute bleibt dieser bis am 26. April 2020 in Kraft. Alle bereits gekauften Billette behalten ihre Gültigkeit. Falls die verkaufte Verbindung aufgrund des reduzierten Fahrplans nicht verkehrt, kann mit dem Sparbillett die nächste Verbindung genutzt werden.

(NWI)