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Zufriedene Gesichter bei Thorsten Lehmann (l.) und Kai Sannwald, den Geschäftsführenden Gesellschaftern von Sunny Cars: Angesichts der Schwierigkeiten im Touristikjahr 2019 ist die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahrs gut, und die Vorausbuchungszahlen für den Reisesommer 2020 sehen exzellent aus. Bild: Sunny Cars

«2020 möchten wir definitiv wieder ein Wachstum verzeichnen»

Nach Jahren mit abenteuerlichem Wachstum muss Sunny Cars für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 erstmals einen leichten Buchungsrückgang verzeichnen. Trotzdem ist die Unternehmensspitze sehr zufrieden und auch sehr zuversichtlich fürs kommende Jahr.

Bei der Halbjahresbilanz von Sunny Cars wiesen die Geschäftsführer Kai Sannwald und Thorsten Lehmann bereits darauf hin, dass das Geschäftsjahr 2018/2019 «schwierige Rahmenbedingungen für Touristikunternehmen» biete. Damals bewegte sich Sunny Cars bei den Buchungen noch im Plus, senkte aber die Erwartungen für das Gesamtjahr hinunter auf ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Ganz gereicht hat es nicht - wohl auch wegen dem Niedergang von Thomas Cook zum Ende des Geschäftsjahres: Unter dem Strich resultierte bei den Mietwagenbuchungen ein leichtes Minus. Insgesamt wurden 831'000 Mietwagenbuchungen verzeichnet, was um 0,25 Prozent unter dem Vorjahreswert von 833'000 Mietwagenbuchungen liegt.

Insgesamt erzielte die Sunny Cars Group in den Märkten Deutschland, Schweiz, Österreich, Belgien, Niederlande und Frankreich ein Umsatzvolumen von 275 Millionen Euro (rund 302 Millionen Franken). Der durchschnittliche Umsatz pro Mietwagen betrug 331 Euro, was eine leichte Steigerung in Höhe von zwei Prozent gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr bedeutet. Leicht gesunken ist dagegen die durchschnittliche Mietdauer, die in 2018/19 ganze 8,23 Tage betrug. Auf 69,11 Tage stieg die Vorausbuchungsdauer an.

«Wir sind zum Ende unseres Geschäftsjahres am 31. Oktober 2019 alles in allem zufrieden mit der Entwicklung in diesem Jahr», bekräftigt Kai Sannwald (Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter, Sunny Cars), «waren wir zu Jahresbeginn aufgrund der damals schwierigen Ausgangslage in der Touristikbranche und dem abwartenden Buchungsverhalten auf Kundenseite noch verhalten optimistisch, so hat die Gesamtbilanz nun immerhin nahezu das Vorjahresniveau erreicht. Dennoch war es richtig und wichtig, in diesem Jahr voller Herausforderungen für die Branche am geplanten Investitionsvolumen zur Markenstärkung sowie an der Kundenfreundlichkeit festzuhalten. Klar ist auch: 2020 möchten wir definitiv wieder ein Wachstum verzeichnen.»

Dafür sieht es beim Blick auf die aktuelle Buchungssituation für das kommende Reisejahr schon mal ganz gut aus. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es derzeit ein Plus von rund 30 Prozent für den Reisesommer 2020, berücksichtigt sind dabei alle Anmietungen ab dem 1. April 2020. «Wir liegen bei Griechenland bei einem Zuwachs von 46 Prozent, bei Kanada bei einem Mehraufkommen von 44 Prozent und bei den USA bei einem Plus von 20 Prozent», freut sich Sannwald. Co-Geschäftsführer Thorsten Lehmann ergänzt: «Zudem sind wir sehr froh darüber, dass mit Spanien und Italien zwei wichtige Mietwagenländer wieder auf Wachstumskurs sind, die einen schwierigen Sommer 2019 hinter sich haben.» Lehmann berichtet von einem aktuellen Zuwachs in Höhe von 64 Prozent für den Sommer 2020 für Italien und von einem Buchungsplus von 13 Prozent für Spanien.

(JCR)