Rail & Road

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In keiner anderen Stadt Europas ist das Fortbewegen von A nach B so einfach wie in Zürich. Bild: Roman Jauch

In Zürich ist der Nahverkehr am besten erschlossen

Eine Studie zeigt, dass sich Zürich mit seinem Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln gegen 29 europäische Städte durchsetzen kann.

Die Reiseplattform Omio beschäftigt sich vor allem mit Fernreisen per Bahn, Bus und Flugzeug. In ihrer neusten Untersuchung nahm Omio nun das innerstädtische öffentliche Verkehrsnetz (Zug, Bus, U-Bahnen) von 30 beliebten europäischen Städtereise-Zielen unter die Lupe. Ausserdem wurden das Angebot und die Gebühren für Verkehrsmittel aus der Shared Economy untersucht.

Das Ergebnis soll aufzeigen, in welchen Metropolen die Reisenden unkompliziert, zeitsparend und günstig unterwegs sind. Demnach sind die Städte die gut abschneiden infrastrukturell gut ausgerüstet und individuelle Strecken können effizient und ohne lange Fusswege zurückgelegt werden.

Zürich geht als Gewinner des Rankings hervor. In keiner anderen europäischen Stadt gibt es so viele verschiedene Tram- und Buslinien pro Einwohner, welche die Stadtteile rund um den See miteinander verbinden. Insgesamt gibt es 60 verschiedene ÖV-Verbindungen und das dichteste Taxinetz in Proportion zur Bevölkerung ist ebenfalls hier zu finden. Einziger Nachteil: Diese Services kosten in der Schweiz teures Geld. Taxifahrten kosten rund acht Mal mehr als in den günstigsten Städten, die sich in Portugal befinden. Für die Miete eines Motorrollers müssen Gäste in Zürich am tiefsten in die Tasche greifen.

Das vollständige Städte-Ranking mit den erreichten Punktzahlen:

  1. Zürich, 100
  2. Berlin, 79
  3. Wien, 78.4
  4. Mailand, 77.2
  5. Paris, 76
  6. Porto, 74.1
  7. Lissabon, 72.3
  8. Brüssel, 65.5
  9. Warschau, 65
  10. Frankfurt am Main, 57.9
  11. München, 56.8
  12. Madrid, 53.6
  13. Barcelona, 52.1
  14. Lyon, 51.8
  15. Budapest, 51
  16. Manchester, 50.3
  17. Prag, 49.0
  18. Valencia, 46.8
  19. Amsterdam, 46.5
  20. Rom, 42
  21. Genf, 40.8
  22. Kopenhagen, 33.2
  23. Marseille, 24.6
  24. Bratislava, 22.8
  25. Stockholm, 22.4
  26. London, 20.6
  27. Venedig, 16.2
  28. Salzburg, 13.1
  29. Edinburgh, 12.3
  30. Brügge, 0

Die deutsche Hauptstadt Berlin schafft es auf den zweiten Platz im Ranking. Das ist vor allem auf das hervorragende Sharing Economy Angebot zurückzuführen. Reisende können hier zwischen Velo, E-Roller und Motorroller wählen und die Stadt auf einem Gefährt ihrer Wahl selbstständig erkunden. Die meisten Velo-Verleiher tummeln sich in Berlin und mit 16 Sharing-Anbietern und mehr als 8000 Taxis ist Berlin heute mit Abstand die europäische Hauptstadt für Verkehrsmittel aus der Sharing Economy.

Warschau, Budapest und Madrid stechen dagegen durch einen günstigen Nahverkehr hervor. Für umgerechnet etwa 1,10 Franken pro Strecke kommen Besucher in diesen Städten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum gewünschten Ziel. Für all jene, die gern und günstig mit dem Taxi unterwegs sind, empfehlen sich die Städte Lissabon und Porto in Portugal. In keiner anderen Stadt kostet eine Fahrt mit dem Taxi weniger als in diesen beiden Metropolen.

«In Zeiten in denen Städte weiter wachsen und der Verkehr dringend klimaneutral werden muss, ist es erfreulich zu sehen, dass bei der Einführung neuer und innovativer innerstädtischer Verkehrsmittel bereits Fortschritte erzielt wurden. Diese helfen eine Stadt einfacher und oft umweltfreundlicher zu gestalten», sagt Bertrand Etienne, kaufmännischer Leiter von Omio. «Für einige grössere und dichter besiedelte Städte ist es noch ein langer Weg. In anderen Städten hat man hingegen schon jetzt eine reichhaltige Auswahl.»

Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen.

(NWI)