Rail & Road

Sixt_Station.jpg
Allein in den USA eröffnete Sixt im vergangenen Jahr sieben neue Stationen. Bild: Sixt

Sixt ist richtig in Fahrt

Der Mobilitätsdienstleister Sixt verzeichnet ein weiteres Rekordgeschäftsjahr und treibt die Expansion sowie die Digitalisierung des Autovermietungsgeschäfts voran.

Für den europäischen Mobilitätsdienstleister Sixt war 2018 das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 2,93 Milliarden Euro, was eine Umsatzsteigerung von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. «Sixt war wirtschaftlich noch nie so stark wie heute. Das Jahr 2018 war das fünfte Rekordjahr in Folge», liess der Firmenchef Erich Sixt verlauten. Das Unternehmen profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Mietwagen im In- und Ausland und will weiterhin auf Wachstumskurs bleiben, insbesondere durch das Vorantreiben der Digitalisierung des Autovermietungsgeschäfts. Ausserdem will sich Sixt zu einem globalen Anbieter für individuelle Mobilität entwickeln.

Sixt weiter auf Expansionskurs

Das Vermietgeschäft im europäischen Ausland und in den USA dürfte weiter wachsen. In Kernmärkten wie Frankreich, Spanien und Grossbritannien konnte Sixt im vergangenen Jahr weitere Marktanteile gewinnen. Und in Italien ist das Unternehmen auch im zweiten Jahr seit Markteintritt profitabel. In den USA wurde 2018 mit sieben neuen Stationen ebenfalls weiter expandiert. Das grösste Potenzial biete der US-Markt, wo Sixt mit nur 58 Stationen, aber bereits fast 400 Millionen Euro Umsatz bereits die Nummer vier sei hinter Enterprise, Avis und Hertz. In fünf, spätestens zehn Jahren dürfte Sixt in den USA mehr umsetzen als in ganz Europa, sagte Erich Sixt.

Allerdings muss der Konzern viel Geld in den Aufbau weiterer Stationen, in zusätzliche Fahrzeuge sowie in die digitale Vernetzung der Flotte und des Vermietgeschäfts mit dem neuen Sixt-Carsharing investieren. Täglich würden bereits mehrere hundert Autos der Flotte mit 270'000 Fahrzeugen digitalisiert und seien dann per App flexibel anzumieten, sagte Strategiechef Alexander Sixt. «Mit unserer neuen App gehen wir den nächsten strategischen Schritt: Wir digitalisieren unser Kerngeschäft, die Autovermietung, und verbinden sie mit unserem neuen Carsharing-Angebot Sixt share. Wir führen damit zusammen, was zusammengehört, bieten unseren Kunden die geforderte Flexibilität und positionieren uns erneut als Innovationsführer in unserer Branche.»

In China habe Sixt 100'000 Kunden, die Autos für Fahrten in Europa oder den USA mieten. Ein Miet- oder Carsharing-Angebot in China selbst aber schloss Alexander Sixt aus. Taxidienste seien dort kaum teurer als Mietautos, und selbst der US-Fahrdienst-Riese Uber sei gegen die Konkurrenz vor Ort nicht angekommen und habe sich aus China verabschiedet.

(nau/TN)