Rail & Road

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Mit dem Nachtzug reisen die Passagiere bequem von Ankara bis in die östliche Provinz Kars. Bild: Adobe Stock

Türkischer Nachtzug steigt ins Tourismusgeschäft ein

Der staatlich betriebene Eastern Express musste um seine Existenz fürchten. Dank den sozialen Medien gewann der Nachtzug an Bekanntheit und wird nun für touristische Zwecke eingesetzt.

Für den Eastern Express – ein von der türkischen Staatsbahn betriebener Nachtzug – wurden die touristischen Weichen gestellt. Der staatlich betriebene Zug verkehrt von der Hauptstadt Ankara in die Provinz Kars und der Hauptzweck dieser Verbindung bestand bisher darin, einen sicheren und pünktlichen Transportdienst im schneebedeckten Osten der Türkei zu gewährleisten. Durch Fotos und Videos der landschaftlich schönen Strecke auf den sozialen Netzwerken gewann der Eastern Express plötzlich enorm an Bekanntheit und wurde von den Touristen vermehrt als Reisemittel gewählt – vor allem während der Winterzeit. Dieser Hype führte sogar dazu, dass die Zugtickets regelmässig ausverkauft waren.

Der Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy erkannte das touristische Potential des türkischen Nachtzuges und verkündete, dass sie einen neuen Zug für rein touristische Zwecke in Betrieb nehmen werden. Mehmet Nuri Ersoy erhofft sich ebenfalls, dass die östliche Region der Türkei durch den Eastern Express einen touristischen Aufschwung erleben und zu einem internationalen Tourismusziel werden könnte.

Nach offiziellen Angaben der Staatsbahnen beförderte der Eastern Express in den ersten Wintermonaten des vergangenen Jahres 14'165 Passagiere von Ankara nach Kars. Bevor der Eastern Express so bekannt wurde, bestand sogar die Gefahr, dass der Zug ausser Betrieb genommen wird und das Durchschnittsalter der Passagiere lag bei etwa 50 Jahren. Nun gehören vor allem Studenten zu den Hauptreisenden und der Zug stösst an seine Kapazitätsgrenzen.

(NAB)