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Die Swiss reduziert im Sommer 2026 erneut ihr Flugangebot, um einen stabilen Flugbetrieb sicherzustellen. Bild: Swiss

Swiss dünnt Sommerflugplan erneut aus

Die Swiss passt ihren Sommerflugplan wie bereits im vergangenen Jahr an und streicht mehrere hundert Flüge. Grund sind weiterhin technische Probleme und der Personalmangel im Cockpit.

Die Swiss muss auch im Sommer 2026 ihren Flugplan anpassen und 326 Verbindungen streichen. Damit fällt der Einschnitt zwar deutlich geringer aus als im Vorjahr mit rund 1400 annullierten Flügen, dennoch bleibt die Situation angespannt.

«Die Streichungen sind das letzte Mittel», sagt Oliver Buchhofer, Chief Operatin Officer der Swiss, gegenüber dem Aviatik-Portal «Aerotelegraph». Annullierungen seien für Passagiere unangenehm, gleichzeitig aber notwendig, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.

Als Gründe nennt die Airline anhaltende Triebwerksprobleme, laufende Umschulungen sowie Personalmangel im Cockpit. Positiv aus Sicht der Airline: Die Anpassungen wurden bereits früh kommuniziert. «Wir haben sie im Februar mitgeteilt und nicht erst im Mai wie vergangenes Jahr», so Buchhofer.

Weniger Flüge nach Chicago und Shanghai

Von den Kürzungen betroffen sind unter anderem die Langstrecken nach Chicago und Shanghai. Wie Swiss-Sprecher Michael Pelzer gegenüber Travelnews erklärt, wurden zwei Frequenzen nach Chicago vom 31. März bis zum 16. Juni 2026 um bis zu zwei Flüge pro Woche reduziert.

Deutlich stärker fällt der Abbau auf der Shanghai-Route aus: Statt täglich wird die Strecke im Sommerflugplan nur noch dreimal pro Woche bedient, jeweils montags, mittwochs und samstags.

Zusätzlich greift die Airline auf Unterstützung aus der eigenen Gruppe zurück: Ab dem Start des Sommerflugplans Ende März übernimmt die Edelweiss die Flüge nach Montreal. Die frei werdenden Kapazitäten nutzt die Swiss, um ihre neuen Airbus A350 auf anderen Strecken – etwa nach Seoul – einzusetzen.

(RSU)