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Swiss will Kabinen-Crew mit Abgangsprämie verkleinern
Die Fluggesellschaft Swiss versucht weiterhin, ihren Personalüberhang in der Kabine abzubauen. In einer Mitteilung an die rund 4500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter kündigte das Management an, dass der Personalbestand noch immer zu hoch sei.
Grund dafür sind unter anderem anhaltende Triebwerksprobleme in der Branche sowie ein Mangel an Cockpit-Personal. Deshalb werde der ursprünglich erwartete ausgeglichene Personalbestand wohl erst im Jahr 2027 erreicht, berichtet das Aviatik-Portal «Aerotelegraph».
Die erneut verschärfte geopolitische Lage sowie der aktuell deutlich gestiegene Ölpreis erhöhten die Unsicherheit und den Druck auf die Finanzen, heisst es im Schreiben des Managements. Darum brauche es auch kurzfristige Kosteneinsparungen.
15’000 Franken fürs freiwillige Ausscheiden
Um den Überhang möglichst rasch zu reduzieren, setzt die Swiss auf freiwillige Lösungen. Die markanteste Massnahme ist eine Austrittsprämie: Wer zwischen dem 13. März und dem 30. April 2026 kündigt und spätestens Ende August aus dem Unternehmen ausscheidet, erhält bei einem Vollzeitpensum eine einmalige Entschädigung von 15’000 Franken brutto. Für viele Kabinenangestellte entspricht das mehreren Monatslöhnen. Das Einstiegsgehalt liegt ohne Spesen und Zuschläge bei rund 4000 Franken.
Daneben nennt die Airline weitere Möglichkeiten, um den Personalbestand zu senken. Dazu gehören längere unbezahlte Urlaube in besonders überbesetzten Monaten, Pensumsreduktionen, ein verlängerter Mutterschaftsurlaub oder der Wechsel in das sogenannte «Study & Fly»-Modell für Studierende.
Ziel sei es, den Personalüberhang «rasch, effektiv und zielgerichtet» abzubauen. Gleichzeitig macht das Management deutlich, dass freiwillige Lösungen bevorzugt werden, Kündigungen aber nicht ausgeschlossen sind – falls die Massnahmen nicht den gewünschten Effekt bringen.