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Der tägliche Flug von Zürich nach Hongkong ist sehr gut nachgefragt, freut sich Paul Johannes (Head Customer, Travel and Lifestyle Europe, Cathay Pacific). Bild: PHU

Cathay Pacific mit starker Nachfrage auf der Zürich-Strecke

Patrick Huber

In diesem Jahr feiert Cathay Pacific das 80-jährige Bestehen. Gleichzeitig blickt der Hongkong-Carrier optimistisch auf den europäischen Markt – besonders auf die Verbindung zwischen Zürich und Hongkong.

Hongkongs Airline Cathay Pacific lässt die Champagner-Korken knallen: für ihren runden Geburtstag im September hat sie extra drei Flugzeuge in den grün-weissen Retro-Look umlackieren lassen und die Kabinen-Besatzung trägt teilweise Retro-Uniformen. Besonders zufrieden ist die Airline mit der Entwicklung auf der Strecke Zürich-Hongkong.

Nach den wenig erbaulichen Covid-Zeiten mit nur noch einem wöchentlichen Flug nach Zürich gibt Cathay Pacific wieder Schub. Der tägliche Flug von Zürich nach Hongkong erfreue sich einer grossen Nachfrage, frohlockt Paul Johannes (Head Customer, Travel and Lifestyle Europe) im Gespräch mit Travelnews an der ITB.

«Wir stellen eine erhöhte Nachfrage nach Premiumflügen fest», so der Airline-Manager. Die in Hongkong beheimatete Fluggesellschaft hat deshalb in fast all ihren Flugzeugen die Anzahl Premium Economy-Sitze verdoppelt - und das Interesse sei riesig. Die Kunden seien bereit für mehr Privatsphäre tiefer in die Tasche zu greifen. Sehr zufrieden ist Johannes mit der Nachfrage nach Asienflügen. Cathay Pacific fliegt allein 330 Mal pro Woche nach China und 100 Mal in den Südpazifik und ist eine ideale Umsteige-Drehscheibe für Australien und Neuseeland. Schweizer Geschäftsleute schätzten das Flugangebot zum chinesischen Festland.

Viel Geld investiert hat Cathay Pacific in die Neugestaltung ihrer Business Class in den A320 und A330-Maschinen. In der früheren britischen Kronkolonie stehen sechs Business Class- und First-Class-Lounges zur Verfügung, die alle aufgewertet wurden und höchsten Ansprüchen gerecht werden, so Johannes. Keine grosses Thema ist die First Class: nach Europa bietet die Airline nur nach London First Class-Tickets an.

Auch in der Economy Class wurde investiert

Johannes betont, dass Cathay Pacific auch die «gewöhnlichen» Economy-Passagiere wichtig sind. So ist die Airline eine Kooperation mit Restaurants in Hongkong eingegangen, die spezielle Menüs kreieren, die auch in der «Holzklasse» serviert werden. «Passagiere wollen nicht nur fliegen. Sie wollen etwas erleben», weiss der gebürtige Holländer. Alle Flugzeuge sind Bluetooth-ausgerüstet. Auf dem Sitzmonitor wird beispielsweise angezeigt, welche Toilette frei ist.

Nach wie vor kein Thema ist ein Flug von Hongkong nach Genf – zumindest nicht in naher Zukunft. Die Passagiere scheinen sich offenbar nicht weiter daran zu stören, mit dem Zug  von und nach Zürich reisen zu müssen.

Cathay Pacific konzentriert sich darauf, bestehende Verbindungen zu stärken und diese bei grosser Nachfrage öfters anzufliegen. Im Sommer wird sie neu Rom und Barcelona im Flugprogramm haben. Insgesamt sind es zehn europäische Ziele. In diesem Jahr feiert Cathay Pacific zudem den 40. Geburtstag ihres täglichen Fluges nach Amsterdam.

Verschont blieb Cathay Pacific bislang von den aktuellen Kriegswirren im arabischen Golf. Von Hongkong fliegt sie nämlich über Kasachstan und die Türkei zu ihren europäischen Zielen. Zu den finanziellen Zahlen will und kann sich der Airline-Manager nicht im Detail äussern. Die Geschäftszahlen werden nächste Woche veröffentlicht, aber Paul Johannes ist überzeugt, dass sie gut ausfallen werden – auch auf der Zürich-Verbindung.