On The Move
Prima Ferien bläst zum Angriff
Nachdem die Gründung der Prima Ferien AG Anfang Januar 2026 in Baar (ZG) über die Bühne ging, geht der Veranstalter nun mit Selbstbewusstsein in die Offensive. Das Tochterunternehmen des Wiener Traditionshauses Prima Reisen GmbH setzt alles daran, im Schweizer Reisemarkt Fuss zu fassen.
Für den Markteintritt konnte mit Robert «Röbi» Eschmann ein Branchenprofi mit jahrelanger Erfahrung bei Hotelplan, Amadeus und Olimar Reisen gewonnen werden. Seine Vernetzung ist ein Trumpf des neuen Veranstalters: Seit einigen Tagen ist Eschmann mit dem neuen, 44-seitigen Katalog im Gepäck unterwegs, um viele der 500 Reisebüros in der Deutschschweiz persönlich zu besuchen.
Das Angebot: Qualität vor Quantität
Das Programm von Prima Ferien unterscheidet sich bewusst vom Massenmarkt. «Wir bieten Rundreisen an, die es in dieser Form im Schweizer Markt bisher nicht gab», erklärt Eschmann.
Ein starkes Winterprodukt in Finnland (Levi) sowie Erlebnisreisen nach Island, zum Nordkap und auf die Lofoten prägen die Erstausabe. Auch eine «Grand Tour durch Katalonien» oder Kleingruppenreisen auf die Äolischen Inseln (8 Tage ab CHF 2'158.– inkl. Flug und Halbpension) sind ebenfalls zu finden. Einige Fernreisen-Perlen figurieren ebenso im Angebot: Eine 15-tägige Nepal-Rundreise (ab CHF 3'248.–) oder eine spektakuläre 23-tägige Expedition von Argentinien über die Antarktis bis nach Südafrika.
Das österreichische Erfolgskonzept wurde für die Schweiz verfeinert etwa mit kleineren Gruppengrössen, mit maximal 24 statt 30 Personen, dem Fokus auf 4-Sterne-Unterkünfte und Flugkontingente von Swiss und Edelweiss. Gottfried Winkler, Leiter Veranstalter Prima Reisen zeigt sich im Gespräch mit dem österreichischen Fachportal «tip-online.at» überrascht, wie positiv die Schweizer Reisebüros auf den Markteintritt reagieren: «Wir erklären uns das so, dass nicht alle den beiden grossen Marktteilnehmern in der Schweiz – Dertour und TUI – ausschliesslich Applaus spenden. Darüber hinaus sind die Schweizer ähnlich qualitätsbewusst wie wir Österreicher, und das schafft ein gewisses Grundvertrauen. Viele Schweizerinnen und Schweizer machen in Österreich Urlaub, weil eben die Qualität ihren Ansprüchen gerecht wird».
Voller Fokus auf das Reisebüro
Vom Direktvertrieb will Prima Ferien vorerst nichts wissen und setzt auf die Reisebüros in der Deutschschweiz. Mit Top-Konditionen: Mit einer Basiskommission von 13 Prozent liefert Robert Eschmann ein schlagkräftiges Argument für die Zusammenarbeit.
Prima Ferien ist bereits SRV-Mitglied, hat die Kundengelder über den Garantiefonds abgesichert und ist Partner von TPS und STAR. In diesen Tagen aufgeschaltet worden ist die Website www.primaferien.ch. Und für die Anbindung an das Buchungssystem CETS sind die technischen Weichen ebenfalls gestellt. Der ersten Prima-Rundreise im Juni 2026 steht nichts mehr im Weg.