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Küstenstrasse in Kalifornien früher frei
Der Highway 1, eine der schönsten Panoramastrassen der Welt entlang von Kaliforniens Küste, ist wieder durchgehend befahrbar. Knapp drei Monate früher als ursprünglich geplant hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom die Wiedereröffnung des bei einem Erdrutsch beschädigten Abschnitts bekannt gegeben, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Sperrung hatte die Region stark getroffen. Für Anwohner, kleine Betriebe und den Tourismus war die Strasse zuletzt eine existenzielle Lebensader. Entsprechend gross ist die Erleichterung vor Ort. Möglich wurde die vorzeitige Öffnung durch den intensiven Einsatz von Caltrans, dem kalifornischen Verkehrs- und Strassenbauamt, das für Planung, Bau und Unterhalt der Staatsstrassen zuständig ist.
Die Reparaturen galten als besonders anspruchsvoll. Das Gelände zählt zu den instabilsten Küstenabschnitten der USA. Caltrans setzte deshalb auf modernste Technik: ferngesteuerte Bulldozer und Bagger, tausende bis zu 18 Meter tief verankerte Stahlstangen zur Stabilisierung des Hangs sowie ein engmaschiges Überwachungssystem mit Drohnen und Sensoren.
Der Wiederanschluss gilt als Meilenstein – nicht nur für die Region, sondern auch für den Tourismus. Kaum eine Strasse steht international so sehr für das kalifornische Lebensgefühl wie der Highway 1. Zwar kann es bei starken Winterstürmen weiterhin zu kurzfristigen Sperrungen kommen, doch grundsätzlich ist die ikonische Route nun wieder offen.