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Reisebüro-Chef kritisiert Einreise-Alarmismus
Simon Schnellmann, der Chef von Travel Worldwide ist genervt. Nach dem Erscheinen des gestrigen Blick-Artikels über Einreisebestimmungen spricht er von Fake News.
Beim besagten Artikel geht es um die in Bali geplante Offenlegung von Bankdokumenten bei der Einreise. Balis Gouverneur Wayan Koster hatte einen solchen Gesetzesvorstoss lanciert (auch Travelnews berichtete darüber am 8. Januar), entschieden oder beschlossen ist aber noch nichts.
Dass Bali dem Billigtourismus Einhalt gebieten will, ist verständlich. Die Umsetzung steht aber noch in den Sternen. «Bali wird damit nicht durchkommen», ist Schnellmann überzeugt. Eine solche Massnahme wäre kaum praktikabel und international schwer durchsetzbar.
Unnötige Mehrarbeit
Als schlicht falsch bezeichnet Schnellmann hingegen den letzten Absatz des Beitrags, der inzwischen auf seine Intervention hin gelöscht wurde. Da schrieb die Zeitung: «Was Bali derzeit plant, gilt in vielen anderen Ländern längst. Darunter in den USA, Mexiko, Japan oder Thailand.» Offenbar bezog sich dieser Abschnitt auf Einreisebestimmungen, die nicht für Schweizer Staatsangehörige gelten.
Tatsache ist: nach der gestrigen Publikation des Blick-Artikels liefen bei Travel Worldwide die Telefonleitungen heiss. Kundinnen und Kunden wollten in Erfahrung bringen, was nun bei der Einreise genau los ist.
Schnellmann spricht von einer unnötigen Mehrarbeit: «Weder die USA, Mexiko, Japan oder Thailand verlangen einen Kontoauszug. Bei einigen dieser Länder muss man das ungefähre Jahreseinkommen angeben, aber weder Belege dafür noch sonst irgend etwas vorweisen. Schon gar nicht Kontoauszüge.» Der Artikel beschere der Branche unnötige Mehrarbeit und könne potenzielle Reisende zusätzlich abschrecken.