On The Move
So verändert sich das Fliegen im Jahr 2026
Nach Jahren voller Turbulenzen sehnt sich die Luftfahrtbranche nach Stabilität. Doch auch 2026 wird kein Jahr der Ruhe. Vielmehr eines der leisen, aber tiefgreifenden Veränderungen. Travelnews präsentiert die fünf wichtigsten Entwicklungen im Airline-Jahr 2026.
Mehr Komfort statt mehr Sitze
Ein zentraler Trend ist die Aufwertung des Reiseerlebnisses. Fluggesellschaften investieren massiv in neue Kabinen, bessere Sitze und exklusive Services. Was lange angekündigt war, kommt 2026 endlich breitflächig zum Einsatz.
Ob Swiss, Edelweiss, American Airlines oder Southwest: Zusätzliche Beinfreiheit, modernere Materialien und neue Lounges werden zunehmend zum Standard für Reisende, die bereit sind, mehr zu bezahlen oder Meilen einzulösen. Die Nachfrage nach hochwertigen Angeboten wächst schneller als im klassischen Economy-Segment – besonders in Europa, Nordamerika und Asien.
Flughäfen werden Aufenthaltsorte
Parallel dazu verändern sich auch die Flughäfen. Weg von funktionalen Transiträumen, hin zu Orten mit Aufenthaltsqualität. Lokale Gastronomie, Kunst, unterschiedliche Ruhezonen und teilweise sogar Outdoor-Bereiche prägen neue Terminals. Lounges werden nicht nur zahlreicher, sondern auch zugänglicher – dank Airlines und Kreditkartenanbietern. Der Flughafen entwickelt sich zum Erlebnisraum, nicht nur für Vielflieger.
Weniger Airlines, mehr Verflechtungen
Ein weiterer Treiber ist die Konsolidierung der Branche. Mehrere grosse Zusammenschlüsse erreichen 2026 entscheidende Phasen. In Europa schreitet die Integration von ITA in die Lufthansa Group voran, ebenso die Annäherung von SAS an Air France-KLM. In den USA steht laut «CNN» der Zusammenschluss von Alaska Airlines und Hawaiian Airlines kurz vor dem Abschluss, in Asien wächst Korean Air mit Asiana zusammen. Für Reisende kann das neue Strecken und harmonisierte Angebote bringen – aber auch weniger Auswahl.
Politik als Unsicherheitsfaktor
Unberechenbar bleibt die Geopolitik. Neue Einreiseregeln wie das europäische ETIAS-System oder mögliche Verschärfungen bei der US-Einreise könnten internationale Reisen bremsen. Gleichzeitig wirken Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten weiter auf Flugrouten, Flugzeiten und Ticketpreise.
Reisen wird selektiver
Hinzu kommt der steigende Kostendruck. Während gutverdienende Reisende weiterhin in Komfort investieren, bleibt die Nachfrage im günstigen Segment gedämpft. Airlines reagieren mit vorsichtiger Expansion: Das globale Passagieraufkommen wächst zwar weiter, aber deutlich langsamer als in den Boom-Jahren nach der Pandemie.