On The Move
Seoul ist die nächste A350-Destination der Swiss
Pünktlich zum Start des Sommerflugplans am 29. März 2026 wertet Swiss die Verbindung zwischen Zürich und Seoul auf. Erstmals kommt auf dieser Strecke der Airbus A350 zum Einsatz – und damit hält das Kabinenkonzept «Swiss Senses» Einzug auf Flügen nach Asien.
Seoul ist nach Boston das zweite Langstreckenziel im Sommerflugplan, das Swiss mit dem modernen A350 bedienen wird, wie es in einer Mitteilung heisst. Zudem bedient Swiss im Winterflugplan vom 23. Februar bis 28. März auch Montreal mit dem A350.
Der Wechsel auf der Strecke nach Seoul vom bisher eingesetzten Airbus A340 bringt einen Zeitvorteil: Dank leichterer Bauweise und leistungsstärkerer Triebwerke verkürzt sich die Flugzeit um rund 50 Minuten auf etwa 11 Stunden und 10 Minuten.
Das Warten auf den zweiten A350
Eigentlich sollte die Flottenerneuerung der Swiss wie am Schnürchen laufen. Nach der feierlichen Premiere des ersten Airbus A350 im November war die Ankunft der zweiten Maschine fest für Dezember eingeplant. Doch daraus wird nichts. Wie die «Aargauer Zeitung» (Abo) berichtet, muss sich die Lufthansa-Tochter gedulden: Der neue Hoffnungsträger für die Langstrecke wird erst im Februar auf dem Rollfeld in Zürich erwartet.
Grund für die Verzögerung sind keine internen Planungsfehler der Airline, sondern notwendige Nachbesserungen direkt beim Hersteller. Swiss-Sprecherin Silvia Exer-Kuhn bestätigte, dass Airbus vor der offiziellen Abnahme noch zusätzliche Arbeiten am Flugzeug durchführen muss. Diese erfordern im Anschluss weitere Testflüge, was den Zeitplan nach hinten verschiebt. Aktuell peilt die Airline die erste Februarwoche für die Überführung aus Toulouse an.
Lieferketten als Nadelöhr
Die Verspätung des Prestige-Objekts ist kein Einzelfall. Die Luftfahrtbranche kämpft seit geraumer Zeit mit instabilen globalen Lieferketten. Fehlende Bauteile und Kapazitätsengpässe bei Zulieferern führen weltweit zu Verzögerungen bei den Flugzeugbauern.
Für die Swiss ist die Pünktlichkeit der Auslieferung dennoch entscheidend. Denn viele Passagiere buchen gezielt Flüge mit dem A350, um das neue Interieur zu erleben. Zudem soll die Maschine ab dem 23. Februar regulär die Strecke Zürich–Montreal bedienen. Ebenfalls zentral für die Airline und ihre CO2-Ziele: Der A350 ist deutlich treibstoffeffizienter als ältere Modelle.
Trotz der aktuellen Verzögerung zeigt sich die Swiss für den weiteren Jahresverlauf optimistisch. Laut Exer-Kuhn gibt es für die restlichen der insgesamt zehn bestellten Maschinen derzeit keine Hinweise auf weitere Verschiebungen. Man stehe in engem Austausch mit Airbus, um die schrittweise Einflottung der verbleibenden Jets in den kommenden Jahren sicherzustellen.