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Booking-Chef warnt vor hohen Einreisehürden in den USA
Die USA riskieren nach Ansicht von Booking-Chef Glenn Fogel, als Reiseziel weiter an Attraktivität zu verlieren. Im Gespräch mit der Funke Mediengruppe mahnt er, Einreisehürden abzubauen und das Land aktiver zu bewerben – gerade im Hinblick auf anstehende Grossereignisse wie die Fussball-WM und die Olympischen Spiele.
Fogel zeigt sich besorgt über rückläufige Besucherzahlen in den Vereinigten Staaten. Für Booking als global agierendes Unternehmen sei der Effekt zwar gering, für die US-Tourismuswirtschaft hingegen problematisch.
Als Hemmnis nennt er unter anderem die geplante Einführung einer 250-Dollar-Visa-Gebühr. Zudem verweist er auf seine eigenen negativen Erfahrungen mit langen Wartezeiten – etwa an europäischen Flughäfen wie in Brüssel. Gleichzeitig betont er das legitime Sicherheitsinteresse von Staaten.
Stabile Nachfrage trotz Krisen
Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt Fogel optimistisch. Reisen sei ein tief verankertes menschliches Bedürfnis: «Das liegt in der menschlichen DNA.» Der Wunsch, neue Orte zu entdecken, lasse sich nicht dauerhaft unterdrücken.
Booking positioniert sich nicht als klassischer Pauschalreiseanbieter. Zwar bietet das Unternehmen auch Reisepakete an, der Schwerpunkt liegt jedoch auf individuell zusammengestellten Reisen.
Die Nachfrage nach fixen Pauschalangeboten nehme generell ab – immer mehr Kundinnen und Kunden kombinierten Flüge, Unterkünfte und Extras nach eigenen Wünschen, so Fogel.