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Türkei geht gegen ungeduldige Flugpassagiere vor
Kaum setzt das Flugzeug auf der Piste auf, beginnt ein bekanntes Szenario: Erste Sicherheitsgurte klicken, Mobiltelefone piepen, und die Passagiere stehen in den Startlöchern – obwohl das Anschnallzeichen noch leuchtet. Dieses Verhalten ist weltweit zu beobachten, doch in der Türkei greift die Luftfahrtbehörde nun durch.
Seit dem 2. Mai 2025 gilt dort eine neue Verordnung der Generaldirektion für Zivilluftfahrt (SHG), wonach sich Fluggäste erst abschnallen dürfen, wenn das Flugzeug seine Parkposition erreicht hat und die Anschnallzeichen erloschen sind.
Wer sich nicht daran hält, wird als «vorschriftswidrig reisender Passagier» eingestuft – und riskiert eine Meldung durch das Bordpersonal sowie eine Busse. Die genaue Höhe der Strafe ist laut dem Aviatik-Portal «Aerotelegraph» noch nicht festgelegt.
Sicherheitsrisiko durch ungeduldige Passagiere
Die türkische Behörde will mit der neuen Regelung vor allem die Sicherheit an Bord erhöhen. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen, wenn Passagiere versuchen, ihr Handgepäck zu früh aus den Fächern zu holen – mit dem Risiko von Verletzungen bei plötzlichen Bremsmanövern während des Rollens.
Die Kabinenansagen wurden entsprechend angepasst. Neu heisst es: «Es ist strengstens verboten, Gepäckfächer zu öffnen oder sich im Gang aufzuhalten, bevor das Flugzeug seine Parkposition erreicht hat und die Anschnallzeichen erloschen sind.» Zudem werden Fluggäste darauf hingewiesen, erst aufzustehen, wenn sie tatsächlich mit dem Aussteigen an der Reihe sind.
Wie türkische Medien berichten, wurde das Kabinenpersonal von Turkish Airlines bereits offiziell über die neuen Vorschriften informiert. Die Umsetzung der Massnahmen liegt nun in den Händen der Fluggesellschaften, die im türkischen Luftraum operieren.