On The Move
Schweizerin wird USA-Einreise verweigert
Noch vor drei Wochen konnte der oberste US-Touristiker in der Schweiz Entwarnung geben. «Dieses Jahr wurde kein einziger Schweizer Bürger an der US-Grenze zurückgewiesen», sagte Heinz Zimmermann, Präsident des Visit USA Committee Switzerland, im Interview mit Travelnews. Das hat sich geändert.
Nun wurde einer Schweizer Bürgerin trotz gültiger Papiere die Einreise in die USA verweigert, schreibt der «Sonntagsblick». Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigt den Vorfall, hält sich jedoch aus Datenschutzgründen mit Details zurück. Die Frau konnte unterdessen in die Schweiz zurückkehren.
Die Schweizer Behörden haben offiziell bei der US-Botschaft in Bern protestiert: Der Chef der EDA-Abteilung Amerika traf sich mit dem derzeitigen Leiter der Botschaft, Brad Bell, und drückte seine Besorgnis über den Umgang mit Einreisenden aus. Ähnliche Vorfälle, bei denen auch Wissenschaftler und Unternehmer aus anderen westlichen Ländern betroffen waren, häufen sich seit dem Amtsantritt von Donald Trump. In einigen Fällen wurden Einreisende sogar tagelang in Abschiebehaft gehalten.
Das Vorgehen der US-Grenzschutzbehörden – darunter auch das Durchsuchen von Handys und Laptops – führt in Europa zu Reaktionen: Länder wie Deutschland und Grossbritannien haben ihre Reisehinweise verschärft. Das EDA rät neuerdings den US-Reisenden auf seiner Website, sich bei der US-Botschaft in Bern über die genauen Einreisebestimmungen zu informieren: «Bei einem Verstoss gegen die Vorschriften droht eine Rückweisung, Festnahme oder Inhaftierung.»
Die politische Entwicklung hat konkrete Auswirkungen auf das Reiseverhalten: Im März 2025 gingen die US-Einreisen aus der Schweiz laut offiziellen Zahlen um rund 26 Prozent zurück.