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Entgleiste Waggons in Simbabwe: Todesopfer gab es beim Crash keine, doch die Zahl der Verletzten bleibt umstritten. Bild: Screenshot Youtube / Gambakwe Media

Luxuszug von Rovos Rail in Crash verwickelt

Ein Zug der Luxuslinie Rovos Rail ist am Osterwochenende in Simbabwe entgleist. Nun sorgen widersprüchliche Angaben zur Zahl der Verletzten für Verwirrung.

Ein exklusives Zugerlebnis mit Afrika-Romantik und Fünf-Sterne-Service nahm am Osterwochenende nahe Gwanda in Simbabwe ein abruptes Ende: Ein Zug der südafrikanischen Luxuslinie Rovos Rail entgleiste auf der Beitbridge-Bulawayo-Strecke, der sogenannten BBR-Linie.

Im Zug befanden sich 47 Gäste und 34 Crew-Mitglieder – darunter vermutlich auch internationale Touristinnen und Touristen, die auf dem Weg zu den Victoria Falls waren. Laut Rovos Rail wurden keine Passagiere verletzt. Vier Mitarbeitende seien jedoch für eine ärztliche Behandlung ins Spital gebracht worden.

Die Reisenden wurden nach dem Vorfall umgehend nach Bulawayo gebracht und in einem Hotel untergebracht. Am folgenden Tag wurden sie per Flugzeug zu den Victoria Falls weiterbefördert, wie das südafrikanische Nachrichtenportal «Times Live» schreibt. Die entgleisten zwei Lokomotiven und vier beschädigten Waggons sollen bis Ende April zurück ins Hauptquartier von Rovos Rail nach Südafrika gebracht werden.

Während Rovos Rail betont, in 36 Jahren nie ein vergleichbares Ereignis erlebt zu haben, meldete sich auch die National Railways of Zimbabwe (NRZ) zu Wort. Man warte derzeit auf den offiziellen Untersuchungsbericht der privaten Betreiberfirma BBR, die die Strecke eigenständig betreibt. Die NRZ sei in den Betrieb auf dieser Linie nicht involviert, versicherte sie in einem Statement.

Interessanterweise unterscheidet sich die Darstellung der beiden Unternehmen leicht: Während Rovos Rail von vier Verletzten unter der Crew spricht, meldete NRZ insgesamt 18 Verletzte, jedoch keine Todesopfer. Die Ursache der Entgleisung ist derzeit noch unklar.

(TN)