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Seit bald zwei Jahren CEO von Knecht Reisen: Markus Kohli im «Travel News Talk». Bilder: TN

Markus Kohli: «Früher Guggisberg, heute Okavango»

Markus Kohli spricht im «Travel News Talk» über seine bald schon zwei Jahre als CEO von Knecht Reisen und er äussert sich zu den aktuellen Reisetrends und Neuerungen sowie zu seinem persönlichen Reisemuster.

Sein zweiter Arbeitstag habe mit einem Schock angefangen, blickt Markus Kohli in der neuen Ausgabe des «Travel News Talk» zurück. Als er im November 2021 bei Knecht Reisen als neuer CEO loslegte, sah er sich gleich mal mit einem positiven Corona-Test konfrontiert – dieser hat sich dann aber als falsch herausgestellt. Ansonsten sei sein Start reibungslos verlaufen und Markus Kohli, von TUI Suisse kommend, erlebte seither eine spannende Zeit in Windisch AG, am Hauptsitz von Knecht Reisen, geprägt von Aufbruchstimmung. Er sei auf ein Team gestossen, das gut mitziehe, seine Ideen unterstütze, «es macht Freude, dass die schwierige Zeit hinter uns liegt».

Auf sein persönliches Reisemuster angesprochen, bezeichnet er sich als hybriden Kunden, «ich bin gerne mal an einem Festival in der Schweiz mit dem Campervan, Erholung ist mir wichtig auf Reisen, etwas zu erleben und gutes Essen. Und Städte-, Bade- und Fernreisen sprechen mich genauso an.» Als Lieblingsreiseziel nennt er das Südliche Afrika, insbesondere das Okavango Delta und die Ruhe dort während eines Aufenthalts und einer Safari. Und seine allerersten Reisen führten ihn als Kind nach Guggisberg, Engelberg und Ponte Capriasca.

Kolumbien im Fokus

Gut läuft es derzeit bei Knecht Reisen. Markus Kohli spricht von einem hervorragenden dritten Quartal, man liege über Budget. Auch die Buchungseingänge für 2024 sähen bisher sehr gut aus. Gewisse Dellen gibt es noch, insbesondere was Kira Reisen und Osteuropa betrifft sowie in Lateinamerika nach Unruhen in Ecuador, Peru und Brasilien. «Für die Wintersaison kommt aber sehr viel rein, auch noch kurzfristig, nach Ozeanien etwa oder ins Südliche Afrika wegen dem tiefen Rand.»

Zudem laufe der Indische Ozean und Asien in den 17 Knecht-Filialen sehr gut. Gespannt sei er auf den Kolumbien-Erstflug. Einerseits wie die neue Edelweiss-Destination zum Laufen komme und dann auch persönlich. Markus Kohli hat selber einen Kolumbien-Trip in Planung.

Markus Kohli freut sich über viele Buchungseingänge in diesem Jahr.

Gespannt ist er aber auch über die kommende Nachfrage. «Ist der Reise-Nachholbedarf gestillt? Wie entwickeln sich die Zinsen? Es besteht schon ein gewisses Risiko, dass die Kaufkraft abnehmen könnte», räumt er im Talk ein. Auch über die Personalsituation bei Knecht Reisen äussert er sich, im Moment seien rund zehn Stellen zu besetzen, unter anderem auch die HR-Leitung. Und er blickt voraus auf die kommenden Wochen und zahlreichen Marketingschwerpunkte, etwa die TPS-Academy vom 29. September oder die hauseigene Messe «Reisewelten» in Windisch vom 2. bis 4. November 2023.

Neu setzt Knecht Reisen übrigens auf die Software von Nezasa. Das Schweizer Technologie-Startup ermöglicht flexible Routings und Änderungen. Der Ansatz von Nezasa heisst «Simplifiying Touroperating». Da geht es darum, dass man interaktiv und einfach personalisierte Reisen planen und buchen kann – neu nun bei Knecht Reisen in Anwendung. Auch gute Gründe, um in einem Reisebüros zu buchen, nennt Markus Kohli in Richtung online-affiner Leute, die meinen, alles selber zusammenstellen zu müssen. Doch hören Sie selbst.

(GWA)