Dahin geht die Reise 2018

Von Yves Eberli
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Sri Lankas Küsten, wie diese in Weligama, dürften 2018 viele Touristen anlocken. Bild: Fotolia

Waren Sie schon einmal in Simbabwe oder Georgien? Die Travelnews-Redaktion stellt ihre persönlichen Favoriten vor – von Januar bis Dezember.

Januar: Jamaika

Jamaika zählt zu den renommiertesten Ferienzielen in der Karibik. Von einem Aufenthalt in einem Haus mit Privatstrand bis hin zu warmherzigen Kontakten mit den Einheimischen hat die Insel alles zu bieten. Die beachtlichste Sehenswürdigkeit von Jamaika wurde nicht aus Menschenhand geschaffen. Es ist die Natur des Landes. Nebst den traumhaften Sandstränden gibt es etwa noch die Blue Mountains, ein Pflanzen- und Tierparadies. Die touristisch bedeutendste Stadt, Montego Bay ist von der Schweiz aus gut via London oder Frankfurt erreichbar.

Atemberaubende Natur mit Blick auf Montego Bay. Bild: Fotolia

Februar: Vietnam

Das Land des aufsteigenden Drachens, wie Vietnam auch genannt wird, steht für Kulturreichtum, Tradition und ist mit einer der besten Küchen der Welt gesegnet. Es gilt als eines der schönsten und vielseitigsten Reiseländer Südostasiens, das trotz Einzug des Tourismus Echtheit bewahrt hat und vielerorts unberührt und unentdeckt geblieben ist. Farbenprächtige Volksfeste voller Mythen sowie die beschauliche Idylle des Landlebens und der Kontakt zu den Menschen gehören zu den Ereignissen, die man unbedingt erleben sollte. Obwohl der Vietnamkrieg längst vorbei ist, stösst man noch überall auf die Spuren des verheerenden Konflikts. Die Uhren zwischen Hanoi und Saigon ticken noch immer etwas langsamer als anderswo - Zeit und Geld sind also wichtige Reisebegleiter. Von Zürich aus wird Ho Chi Min City mit zahlreichen Umsteigeverbindungen angeboten, ab November auch mit einem Nonstop-Flug der Edelweiss.

Die Reisterassen von «Ha Giang» sind nur eines der Highlights in Vietnam. Bild: Pixabay

März: Kolumbien

Die Strände Copacabana und Ipanema in Rio de Janeiro oder die Tango-Stadt Buenos Aires sind in Südamerika jedem ein Begriff, doch was ist mit Kolumbien? Die Vielfalt des Landes am Äquator weiss durchaus zu überzeugen. Nebst der dritthöchst gelegenen Hauptstadt der Welt, Bogota, gibt es weitere Top-Sehenswürdigkeiten wie die Grabkammern von Tierradentro, die Kolonialstadt Cartagena an der Karibikküste Kolumbiens oder den Amacayacu-Nationalpark im Amazonasgebiet, in dem rosa Delfine beobachtet werden können. Auch politisch gesehen hat sich Kolumbien in den letzten Jahren deutlich verbessert. Es ist inzwischen kein Problem mehr, weite Teile des Landes zu bereisen. Kolumbien ist somit definitiv einen Besuch wert.

Die Stadt Cartagena an der Karibikküste im Norden Kolumbiens. Bild: Fotolia

April: Marokko, Essaouira

Von Gibralter aus gesehen ist Marokko gerade mal 14 Kilometer von Europa entfernt. Das faszinierende Land im Nordwesten Afrikas ist vor allem für seine Königsstädte Fes, Rabat, Meknes und Marrakesch bekannt. Doch wenn Sie sich (noch) den Massen von Touristen entziehen wollen, ist Essaouira eine gute Adresse. Das Surferparadies besitzt neben einem lebhaften Fischerhafen auch eine schöne Altstadt. Marokko hat sich in den letzten Jahren als Aktivferien-Destination etabliert, welche von der Schweiz aus problemlos zu bereisen ist (nonstop ab Zürich und Genf). Es gibt stetig neue Angebote an Mountainbike-Touren, Golfplätzen und Wanderrouten durch das Atlasgebirge.

Das Surferparadis Essaouira weiss mit seinem Fischerhafen zu überzeugen. Bild: Fotolia

Mai: Mallorca

Auch wenn viele die Insel bloss mit Massentourismus verbinden, gehören Mallorcas Landschaften zu den schönsten des Mittelmeerraumes. Die malerischen Küsten mit ihren abgelegenen Stränden strahlen heute noch enormen Charme aus. Die mallorquinische Küche ist ein weiteres Highlight auf der Insel. Auf Mallorca ist im Verlaufe der Zeit die Quantität der Qualität gewichen. Alte Ländereien werden in hochmoderne und wunderschöne Fincas umgebaut. Deswegen hat Mallorca bis heute nichts von seiner Attraktivität verloren und ist ein sonniges Ferienziel - für viele Schweizer, welche die Insel gar nicht mehr verlassen wollen, aber auch eine neue Heimat.

Die Landschaften von Mallorca gehören zu den schönsten im Mittelmeerraum. Bild: Pixabay

Juni: Albanien

Albanien - das im Westen an das Adriatische Meer angrenzende Land ist günstiger als Kroatien und empfängt weniger Touristen das Nachbarland Montenegro. Es bietet eine bemerkenswerte Vielfalt an Gebirgszügen und archäologischen Stätten, in welchen die Zeit stehen geblieben ist. Nebst dem grossen Reichtum an Flora und Fauna beheimatet Albanien auch diverse Nationalparks. Die Hotelpreise sind unglaublich günstig, die Strände sind vom Massentourismus verschont und das glasklare Wasser erinnert an Traumziele in der Karibik. Ausserdem sprechen 300 Sonnentage im Jahr für sich – warum also nicht nach Albanien reisen?

Traumstrände, wie man Sie sonst nur in der Karibik vorfindet. Bild: Fotolia

Juli: Simbabwe

Trotz diversen innenpolitischen Problemen in der Vergangenheit: Simbabwe gilt heute wieder als eines der sichersten, freundlichsten und spektakulärsten Länder Afrikas. Nationalparks, hochgelegene Landschaften und ruhige Städte prägen das Bild des Landes im Süden des schwarzen Kontinents. Mit den Victoria-Fällen hat es unter anderem eines der schönsten Naturwunder der Welt zu bieten. Nachdem politischen Unruhen und wirtschaftliches Desaster überwunden scheinen, sollte einer Reise nach Simbabwe nichts mehr im Weg stehen.

Eines der schönsten Naturschauspiele der Welt - die Victoria Falls in Simbabwe. Bild: Pixabay

August: Nordirland

Das Land hat zuletzt viel Werbung erhalten als einer der Drehorte der Erfolgsserie Game of Thrones. Es ist aber auch für einige der weltbesten Whiskeys bekannt. Die einzigartige Landschaft entlang der Causeway Coast (im Norden) kann gut per Mietwagen erforscht werden. Das neue Titanic-Hotel bietet zudem tolle Aussicht auf die Harland Wolff Werft. Belfast hat sich immer mehr zu einer hippen Stadt mit vielen Bars, Restaurants und Veranstaltungen für jeden Geschmack gemausert. Die nordirische Hauptstadt ist von der Schweiz aus über London und Dublin gut erreichbar.

Einzigartige Landschaften zirren die Causeway Coast in Nordirland. Bild: Pixabay

September: USA, New Orleans

Die Stadt im Delta des Mississippi wird dieses Jahr 300 Jahre alt. In und um das weltberühmte «French Quarter» herum haben sich die verschiedensten Völkergruppen angesammelt und machen das heutige Flair dieses Stadtviertels aus. New Orleans mag zudem mit vielen Appetitanregern und feinsten Spezialitäten wie beispielsweise dem «Po' Boy» (Sandwich), einem «Gumbo» (Eintopf) oder der «Jambalaya» (Reispfanne) zu überzeugen. Zudem wird es einem in der Stadt bestimmt nie langweilig. Die bunteste Stadt der USA veranstaltet beinahe wöchentlich mindestens ein Festival oder eine Parade. Die Heimatstadt der Jazz-Musik ist ebenfalls Ausgangspunkt für Kreuzfahrten in die Karibik.

Das berühmte «French Quarter» in New Orleans. Bild: Pixabay

Oktober: Georgien

An der Grenze zwischen Europa und Asien liegt ein Land mit alter Kultur und neuen Ideen. Georgien ist das älteste Weinland der Welt mit einer 7000 Jahre alten Weinkultur. Es gibt viel zu entdecken, vor allem abseits der Touristenpfade. Zu den naturhistorischen Sehenswürdigkeiten zählen vor allem die Kirchen und alte Wandmalereien. Das Land orientiert sich nach Westen und die Menschen sind sehr gastfreundlich. Die Wirtschaft wächst, das Land ist vom Massentourismus verschont, es gibt viele Hotels sowie Restaurants und die Nebenkosten, wie beispielsweise der Transport, sind sehr günstig. Im Winter kann man in den Bergen des Kaukasus übrigens auch wunderbar Ski fahren. Daher sollte man immer die Augen offen halten und sich unbedingt auf dieses noch so unbekannte Land einlassen.

Die Gebirgsketten des Kaukasus verlaufen quer durch Georgien. Bild: Pixabay

November: Mexiko, Yucatán

Yucatán liegt zwischen dem Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer. Ein Highlight der Halbinsel: Die Pinke Lagune in Las Coloradas. Das Wasser leuchtet in diesem Teil des Biosphärenreservates intensiv rosa. Verursacht durch Mikroorganismen, Algen und Salzwasserkrebse, die zum Teil den Farbstoff Beta-Carotin produzieren. Genau aus diesem Grund sind auch die Flamingos in dieser Gegend pink: Ihr Gefieder verfärbt sich durch die Nahrungsaufnahmen dieser Organismen. Wir empfehlen: Hinreisen und Staunen! Ansonsten besticht Yucatàn natürlich durch die vielen Ruinen der Maya-Kultur, deren berühmteste in Chichén Itzà oder in Tulum liegen. Dank einer Million zusätzlichen Sitzplätze auf internationalen Flügen alleine im letzten Jahr, lässt sich die Trend-Destination Mexiko auch problemlos ab der Schweiz erreichen.

Schon länger bei Schweizern hoch im Kurs - die Halbinsel Yucatan hier mit der Mayastätte Tulum. Bild: Fotolia

Dezember: Sri Lanka

Die Insel im Indischen Ozean ist nicht nur für Tee und Gewürze bekannt: Hier erwartet Sie alles, was für uns Europäer die Exotik ausmacht. Fremdartige Lebensweise, kulinarische Überraschungen und geheimnisvolle Riten und Zeremonien - das ist Sri Lanka. Vor allem die Strände im noch nahezu unberührten Osten erinnern an die Malediven. Nebst den vielen Traumstränden weiss die goldene Perle, wie Sri Lanka auch genannt wird, mit vielen Tempel wie beispielsweise dem Dambulla-Höhlentempel zu überzeugen. Zudem gibt es viele Nationalparks, in dem Elefanten und mit viel Glück sogar Leoparden beobachtet werden können. Jahrelang konnte der Osten wegen der Bürgerkriegswirren nicht bereist werden. Das ändert sich jetzt. Darum: Hinreisen und geniessen, bevor die Touristenmassen kommen. Ab 2. November 2018 fliegt Edelweiss zweimal wöchentlich nonstop nach Colombo.

Erhalten bald noch mehr Gesellschaft - eine Elefantenherde in Sri Lanka. Bild: Fotolia