Das sind die schönsten Gummiboot-Touren der Schweiz

Von Nina Wild
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Schöne Stunden auf der Aare und ein wunderbarer Ausblick auf die Stadt Bern erwartet einem wenn man sich von Thun aus treiben lässt. Bild: Switzerland Tourism/Per Kasch

Die Schweiz ist mit vielen Flüssen gesegnet und gerade in diesen heissen Tagen ist «böötle» hierzulande eine der beliebtesten Freizeit-Aktivitäten. Wir haben die schönsten Touren zusammengestellt.

Auf dem Wasser gleiten, die vorbeiziehende Natur beobachten, ein Sprung ins kühle Nass und mit Freunden oder der Familie quatschen: Ein Ausflug mit dem Gummiboot auf einem der vielen Flüsse in der Schweiz ist die perfekte Aktivität für gross und klein an Sommertagen. Damit alles rund läuft und um Unfälle zu vermeiden, müssen einige Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Und wohin soll es gehen? Hier sind unsere Favoriten:

Die Panorama-Tour

Die Königin aller Gummiboot-Touren führt auf der Aare von Thun nach Bern. Schnell fliesst dieser Fluss und eröffnet einem während 26,7 Kilometern ein Panorama über die Jungfrau und Co.. Der Einstieg befindet sich hinter dem Restaurant Bellevue in Thun-Schwäbis. Vorsicht geboten ist bei der Eisenbahnbürcke Uttingen – dort befindet sich die «Uttinger Welle». Doch wer gerade darauf zusteuert und das Gewicht gleichmässig auf das Boot verteilt, wird keine Schwierigkeiten haben (nach starken Regenfällen bitte nicht befahren). Danach kann man die grösste verbliebene Auenlanschaft «Belper Giessen» bestaunen, bevor riesige, wildwachsende Bäume den Weg zieren. Unterwegs laden viele schöne Plätze für eine Grillpause ein. Danach sollte man sich in der Nähe des linken Ufers halten, denn dort wartet unter der hohen Monbijoubrücker vor dem Marzilibad nach circa vier Stunden Fahrt der Ausstieg.

Die Traum-Tour

Unter farbigen Brücken durch und vorbei an Türmen führt die Rhone in gemütlichem Tempo von Genf bis nach Le Lignon. Das Cité du Lignon, mit 980 Metern das längste Wohngebäude der Schweiz, befindet sich auf dieser 5,5 Kilometer langen Route und kann bestaunt werden. Der Einstieg wird am rechten Ufer über die Betonrampe vor dem Pont Sous-Terre vorgenommen und los geht die Fahrt vorbei an Pappelbäumen auf der Rhone-Halbinsel Jonction zur linken bevor karge, riesige Felswände auf der rechten Seite den Wasserweg schmücken. Der Ausstieg befindet sich rechts beim Fussgängersteg Passerelle du Lignon nach zwei bis drei Stunden entspannter Fahrt. Verkehrt man unter der Woche mit dem Gummiboot ist Vorsicht geboten, denn drei Mal täglich ist auch ein Abfalltransportschiff unterwegs, dann bitte in Ufernähe bleiben.

Verspielt ist die Natur entlang des Rhone Ufers und es gibt unterwegs viel zu bestaunen. Bild: Visualhunt

Die Unbekannte-Tour

12,2 Kilometer seichtes Wasser von Montlingen bis Au auf dem Rheintaler Binnenkanal vorbei an hohen Bäumen. Eingestiegen wird rechts unterhalb des Kleinkraftwerk Montlingen und los geht die gemütliche Fahrt. Zwischendurch öffnen sich wunderbare Ausblicke zum Bregenzer Waldgebirge und die Kühe an der Böschung blicken neugierig auf. Zum Staunen sind auch die vielen Pflanzen die man bei der Durchquerung des Naturschutzgebietes Bannriet zu Gesicht bekommt. Unterwegs gibt es die Möglichkeit zum Anlegen an einer Treppe auf der linken Flussseite. Eine Grillstelle und Bäume, die Schatten spenden, laden zum Verweilen ein. Erblickt man die Birkenbäume, ist das Siedlungsgebiet ganz nahe, die Fahrt endet nach etwa vier Stunden bei der Treppe rechts vor der Stahlbogenbrücke beim Bahnhof Au. Das Baden auf dieser Tour ist nicht empfohlen, weil die Wassertemperatur sehr tief ist.

Klein, fein und unbekannt ist die Bootstour auf dem künstlich erbauten Binnenkanal. Bild: Visualhunt

Die Natur-Tour

Grün, grüner, der 16,6 Kilometer lange Uferabschnitt zwischen Sins und Rottenschwil an der Reuss. Schon der Einstieg von der Zollbrücke ist ein Erlebnis, denn diese ist mit bunten Blumen prachtvoll geschmückt. Nun geht es vorbei an bewachsenen Dämmen und an Kiesbänken, wo die eine oder andere Wassernixe angetroffen wird. Danach folgt eine Passage wo Vorsicht geboten ist: Es geht vorbei am Kleinkraftwerk Ottenbach, wo sich auf der rechten Flusshälfte eine niedrige Holzpflockreihe befindet – bitte verfehlen! In der Ferne entdeckt man auf der rechten Seite den Hügelzug Mutschellen der das Limmat- vom Reusstal trennt und bald ist es Zeit, auf der linken Seite vor der Stahlbogenbrücke Rottenschwil nach etwa vier Stunden Entspannung an Land zu gehen.

Natur-Pur erwartet einem auf dem Weg nach Rottenschwil. Bild: Gemeinde Rottenschwil

Die Klassische-Tour

Von Stein am Rhein bis nach Schaffhausen – diese Tour gehört zu den beliebtesten in der ganzen Schweiz. Sie stellt keine besondere Herausforderung dar und ausserhalb der Fahrrinne (Weisse Seite der Markierungen) kann nichts passieren. 18 Kilometer ist die Strecke lang und dauert ungefähr vier Stunden. In Stein am Rhein kann an der Schiffsanlegestelle in das blaue Wasser eingestiegen werden. Vorbei geht es an mittelalterlichen Städtchen, unter Brücken durch und vorbei an ruhiger, grüner Natur. Unterwegs gibt es viele Rastplätze für Pausen. Der Ausstieg befindet sich in Schaffhausen beim Salzstadel einem weissen Gebäude circa 200 Meter vor der Eisenbahnbrücke.

So idyllisch ist der Rhein in der Region Stein am Rhein und garantiert so maximale Entspannung auf dem Boot. Bild: Visualhunt