Tested Was taugt die mobile Waschmaschine Scrubba?

Von Andreas Güntert
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Scrubba, die Waschmaschine für unterwegs. Bild: Internaut

Locker Wäsche waschen unterwegs: Das verspricht Scrubba. Wie sauber ist diese Sache wirklich? Andreas Güntert hat die Hosentaschen-Waschmaschine für Sie getestet.

Wer clever verreisen will, so habe ich einmal gelesen, solle zunächst seinen Koffer packen. Und dann alles wieder neu arrangieren: Nur die Hälfte der Kleider, dafür doppelt so viel Geld mitnehmen – mit dieser Devise werde jeder Trip zum Erfolg. Wenn man es sich denn leisten kann.

Aber selbst mit diesem Ansatz bleibt ein gewisses Problem, dass sich unterwegs stellt: Irgendwann werden getragene Kleider ein Fall für die Wäsche. Den Hotelservice dafür beanspruchen: Meist viel zu teuer. Im Lavabo des Hotel-Badezimmers selber waschen: Mühsam und selten richtig erfolgreich.

Lange schon habe ich eine Alternative dazu gesucht. Ein Reise-Gadget, das unterwegs für saubere Wäsche sorgt. Gefunden habe ich Scrubba, die mobile Waschmaschine. Nun habe ich sie getestet.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Der Waschgang

Das Vorgehen ist dabei kinderleicht. Der grüne Beutel selber ist die Waschschmaschine. Augestattet ist das Ding inwendig mit einer Art Waschbrett, in diesem Falle sind es Gummi-Noppen, mit denen man die Schmutzwäsche so richtig durchkneten kann.

Alle Anleitungen sind aufgedruckt: Scrubba, die selbsterklärende Waschmaschine. Bild: Internaut

Und so funktioniert Scrubba: Man füllt seine Wäsche in den Behälter, fügt warmes Wasser und ein Waschmittel hinzu. In meinem Fall war das ein Duschmittel, das im kostenlosen Beauty-Angebot meines Hotels bereitlag.

Klar, wenn man nicht wie ich im Hotel-Badezimmer auf Tenerife waschen kann, sondern im Basis-Camp des Kilimanjaro oder des Dhaulagiri sitzt, muss es wohl ein Stück Kernseife tun.

Wasser und Wäsche eingefüllt, per Ventil (rechts oben) Luft rausgequetsch: Scrubba, go! Bild: Internaut

Das Vorgehen ist aber, egal ob im Kanaren-Bungalow oder am Berg, immer das gleiche: Wenn Wäsche, Wasser und Waschmittel im Beutel liegen, pumpt man per eingebautem Ventil die Luft aus dem Waschsack raus, so dass keine Luftblasen die Arbeit behindern.

Darauf folgt: Ran an die inneren Werte von Scrubba, per eingebautem Waschbrett die Wäsche hübsch durchkneten. Nachdem ich eine gute Weile geknetet hatte, leerte ich das Teil wieder aus, fügte frisches Wasser hinzu und brachte so die Resten des Waschmittels aus den Klamotten raus.

Dann die Wäsche aufhängen. Gut, dass eine klammerlose Wäscheleine zu den sieben Tools gehört, die ich immer dabeihabe auf meinen Reisen.

Aber weiter im Text. Als Socken, T-Shirts, ein Paar Shorts und Unterhosen trocken waren, kam die Abrechnung: Ist Scrubba wirklich eine saubere Sache? Ich kann sagen: Ja. Gerade recht stark verschwitzte T-Shirts kamen frisch wieder aus dem Wäschesack heraus.

Eine Shorts, mit der ich mich in schwarzen Vulkansand gesetzt hatte und die ein deutliches Abzeichen davontrug, war nach der Scrubba-Behandlung zu 85 Prozent wieder sauber. Und damit eindeutig tragbar.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Die Stärken

Scrubba ist ein Reise-Gadget, wie es im Bilderbuch steht. Weil es in minimaler Grösse – das Teil wiegt nur gerade 145 Gramm – einen ziemlich ähnlichen Service erbringt, den wir uns zu Hause von einem grossen Gerät gewohnt sind.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Die Schwächen

Wenn man Scrubba einmal aus der stylishen Kartonverpackung genommen hat, kann man es nicht mehr ähnlich hübsch einfügen. Eine leichte Hülle zu diesem Reise-Gadget gefiele mir deshalb gut.

Der Clou von Scrubba ist natürlich das Waschbrett. Leider sind diese Gumminoppen aber nur auf einer Seite des Waschsackes angebracht. Scrubba würde noch besser performen, wenn gleich zwei solcher Waschbrette integriert wären. Die zusätzlichen 50 Gramm würde ich dafür gerne in kauf nehmen.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Geeignet für

Leute, die unterwegs ein Mindestmass an sauberer Wäsche schaffen und sicher sein wollen, dass ein Reise-Gadget zuverlässig funktioniert.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Preis

Erstanden für 69.90 Franken beim Outdoor-Spezialisten Transa.ch. Scrubba ist übrigens eine australische Erfindung, die aber in China hergestellt wird.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Fazit

Ja, Scrubba ist tatsächlich eine sauber Sache. Und einfach zu bedienen obendrein. Der Polyamid-Waschsack arbeitet zwar nicht in der gleichen Qualität wie die heimische immobilie Waschmaschine – aber sie tut ihren Dienst unterwegs voll und ganz.

Das Teil ist nicht ganz billig, scheint aber seinen Preis wert zu sein. Ich formuliere das deshalb vorsichtig, weil ich Scrubba erst zweimal im Einsatz hatte. Eine Langzeitbenutzung wird zeigen, ob sich die portable Waschmaschine auch über Jahre bewährt. Der Internaut bleibt dran und wird zur gegebenen Zeit Rückschau halten auf all seine Waschgänge.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Note

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt die mobile Waschmashine Scrubba bei mir mit einer 5.5 durch.