Karriere

Studierende der HFT Graubünden bei Davos Klosters Tourismus, von links: Simona Gieriet, Stéphanie Reichmuth, Roger Manser (Leiter Marketing Davos Klosters Tourismus) und Franziska Bachmann. Bilder: HFT GR

Tour de Suisse der HFT Graubünden

Studierende der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden bereisten die halbe Schweiz und tauschten sich mit Tourismusverantwortlichen aus – ein Gewinn für beide Seiten.

Im Fach Destinationsmanagement setzt die Höhere Fachschule für Tourismus (HFT) Graubünden noch stärker auf Praxisnähe und mehrperspektivisches Wissen. Das Ziel hierbei ist es, das im Unterricht Gelernte im Austausch mit der Praxis zu überprüfen, zu diskutieren und zu reflektieren. Dazu waren die Studierenden zu Gast in 11 Tourismusdestinationen – von Ascona bis nach Basel.

Regionale Tourismusorganisationen sind sehr heterogen: Ob in der Finanzierung und Organisationsform, in der strategischen Ausrichtung, Produktentwicklung oder Marktbearbeitung. Die Unterschiede können im Schulzimmer zwar aufgezeigt werden, aber die Studierenden sollten diese Vielfältigkeit erleben und gleichzeitig ihr Netzwerk erweitern können.

Und so besuchten die Studierenden des dritten Studienjahres für einen halben Tag 11 verschiedene Tourismusdestinationen: Davos-Klosters, Lenzerheide, Schaffhauserland, Ascona-Locarno, Toggenburg, Thurgau, Basel, St. Gallen-Bodensee und die Engadiner Partner Pontresina, Engadin St. Moritz sowie die TESSVM (Engadin Scuol Samnaun Val Müstair). Für beide Seiten haben die gemeinsamen Stunden einen deutlichen Mehrwert dargestellt, teilt die HFT mit.

Ursin Maissen (Geschäftsführer Pontresina Tourismus, links) mit den HFT-Studierenden Barbara Iserhardt, Sandra Frühstück, Anna Hofer und Michelle Gisler.

«Die Möglichkeit eine Destination zu besuchen, ermöglichte mir, theoretische Ansätze aus dem Unterricht mit realen Praxisbeispielen zu vernetzen. Einen Einblick in die strategische Ausrichtung und die damit verbundene Angebotsentwicklung zu erhalten, bot mir die optimale Grundlage, wichtige Erkenntnisse für das spätere Berufsleben zu erlangen. Die Verantwortlichen nahmen sich, trotz des laufenden Tagesgeschäfts, Zeit für unsere Projektgruppe, um auch von unseren Ansichten und Verbesserungsvorschlägen zu profitieren. Während des Besuchs fühlte ich mich stets willkommen und wertgeschätzt – die Faszination der Verantwortlichen für ihre berufliche Tätigkeit war deutlich spürbar und hat mich sofort gepackt.», bestätigt Manuel Köchli, HFT-Student im Abschlussjahr.

Ein Mehrwert für beide Seiten

Eine Win-Win-Situation also, welche nicht nur von den Studierenden erlebt wurde. «Der Austausch mit den Studierenden ist für uns sehr interessant: Wir erhalten eine junge Aussensicht auf unsere Strategie und unsere Strukturen», bestätigt Bernhard Aeschbacher, Co-Direktor bei der Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG, und ergänzt: «Nebenbei ermöglicht uns dieses Treffen mit den Studierenden, uns als künftige Arbeitgebende zu präsentieren.»

Davon ist auch Adrian Braunwalder, Leiter Produktmanagement und Gästeservice bei Thurgau Tourismus, überzeugt: «Der Besuch der drei aufgeschlossenen und interessierten Studentinnen bei uns im Thurgau war bereichernd und wir sind überzeugt, dass mit einem Einblick in den Arbeitsalltag ein Mehrwert für beide Seiten geschaffen werden kann.»

Studierende der HFT Graubünden bei Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair, von links: Manuel Köchli, Chanelle Olivier, Bernhard Aeschbacher (Co-Direktor TESSVM AG) und Nadine Rohn.

Wieder zurück in Samedan, verglichen die Studierenden im Plenum die Besonderheiten der Destinationen. Das führte zu spannenden Erkenntnissen: Anna Hofer, ebenfalls Studentin im Abschlussjahr, bringt es auf den Punkt: «Obwohl sich die Destinationen in den Produkten und den Zielgruppen stark unterscheiden, hat mich überrascht, wie ähnlich ihre organisatorischen und strategischen Herausforderungen sind.»

Theorie und Praxis gelten oft als Widerspruch, können sich aber, wenn sie geschickt und nahe kombiniert werden, gegenseitig stark bereichern. Davon ist die HFT Graubünden einmal mehr überzeugt und die positiven Feedbacks bestätigen dies. Hinzu kommen die Möglichkeiten des Netzwerkens, das heutzutage so essenzielle Knüpfen von wertvollen Kontakten für die Zukunft.

(TN)