Karriere

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Studieren, da wo andere Ferien machen. Foto: Fabian Gattlen / ©Academia Engiadina AG

Sponsored Tourismus studieren: Warum gerade jetzt?

Die Höhere Fachschule für Tourismus (HFT) Graubünden ist überzeugt, dass jetzt die ideale Zeit ist, sich mit den Geschäftsmodellen und Tourismuspotentialen der Zukunft auseinanderzusetzen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ein Studium gibt neue Perspektiven!

Die Schlagzeilen der vergangenen Monate versprechen kaum rosige Zukunftsperspektiven für den Tourismus. Aber Reisen stellt auch heute ein Grundbedürfnis dar und Expertinnen und Experten sind sich einig, dass dies auch nach der Corona-Krise so bleiben wird. Manche sprechen sogar von einem grossen Nachholbedarf nach Reisen, den es in Zukunft zu stillen gilt. Dennoch ist die Frage nach dem «wie?» eine, deren Relevanz spätestens zu Corona-Zeiten auch ausserhalb der Branche offen diskutiert wird. An der Höheren Fachschule für Tourismus (HFT) Graubünden werden die Studierenden befähigt, auf diese Fragen Antworten zu suchen.

Der Ort, bei dem das «Können» und nicht das «Wissen» im Zentrum steht

Ginge es an einer Tourismusfachschule darum, Wissen aus Büchern zu vermitteln, wäre die Gefahr gross, dass Studierende die Zukunft aus dem Wissen der Vergangenheit weiterschreiben. Zum Glück sind den Höheren Fachschulen die «Handlungsorientierung» sowie die «Kompetenzentwicklung» und nicht die «Wissensvermittlung» von oberster Stelle vorgegeben. Wenn die Frage nämlich lautet «Auf welche Daten stütze ich mich, wenn ich den Preis eines Flugtickets oder einer Ferienwohnung festlegen möchte?» oder «Wie gestalte ich das touristische Angebot so, dass die Wertschöpfung vor Ort bleibt?» ist es irrelevant, ob wir uns in Zeiten vor, während oder nach Corona befinden. Dann gilt es, die aktuellsten Herangehensweisen kontextualisiert zu erkennen, zu reflektieren und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Eine wichtige Rolle bei der Kompetenzentwicklung spielen relevante Vertreterinnen und Vertreter aus touristischen und tourismusnahen Betrieben. Sie teilen ihre Erfahrungen offen, nehmen visionäre Themen auf und bearbeiten diese gemeinsam mit den Studierenden. Dieser Austausch von Praxis und Theorie kann zu unkonventionellen, innovativen Ideen und Projekten führen. Weiter geben Exkursionen einen reellen Eindruck, wie die Situation vor Ort aussieht. Hier bearbeiten die Studierenden aktuelle Problemstellungen und werden gefordert, umsetzbare Lösungsansätze zu präsentieren. Dies macht das Studium nicht nur spannend und topaktuell, die Studierenden erkennen auch, dass ihre Arbeit in der Praxis bedeutsam ist.

Zeit für neue Perspektiven. Foto: Gian Giovanoli / © Engadin St. Moritz Tourismus AG

Die Chance und die Pflicht, Tourismusangebote zu reflektieren und weiterzuentwickeln

Die HFT Graubünden bildet nicht nur die im Rahmenlehrplan geforderten touristischen Handlungskompetenzen aus, sondern integriert die Zukunftskompetenzen, die sich aus der «Bildung für nachhaltige Entwicklung» ableiten, konsequent in den Lehrplan. Dazu gehören zum Beispiel kritisch-konstruktives und vernetztes Denken, die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, das vorausschauende Denken und Handeln sowie die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Handlungsspielräume im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen.

Die Schule legt grossen Wert darauf, auch in der aktuellen Situation die Studierenden zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen und die Möglichkeiten, die sich bieten, aktiv zu nutzen. So konzipieren, kalkulieren und organisieren sie nebst mehreren Events zwei Themenreisen im Frühjahr 2021. Von der Auswahl der Destination und des Programms über das Nachhaltigkeits- und Schutzkonzept bis hin zur Reiseleitung liegt alles in der Hand der Studierenden. Dabei werden sie von Dozierenden stets begleitet.

Letzte Woche waren die Studierenden im Intensivseminar und bearbeiteten für ihre Auftraggeberinnen und Auftraggeber aktuelle Themen.

Die Entwicklung von alternativen Übernachtungsmöglichkeiten muss vor Ort erlebt werden (Intensivseminar Toggenburg 2020). Foto: Academia Engiadina

Innovativ, mutig und widerstandsfähig

Dass die Kompetenzvermittlung und Handlungsorientierung an der HFT Graubünden Früchte trägt, zeigen zwei Beispiele:

Vitalba Scarlata und Laurent Schenkel, aktuell Studierende im 3. Studienjahr, haben Verantwortung übernommen und diesen Sommer mit «Avventura Sils Maria» ihre eigene Geschäftsidee verwirklicht. Auf einem authentisch restaurierten Ruderboot bieten sie exklusive Bootstouren an die lauschigen Uferplätze des Silsersees an. Das Picknick besteht aus liebevoll angerichteten lokalen Spezialitäten. Sportbegeisterte können zudem bei Laurent, dem ehemaligen U-23 Schweizermeister im Halbmarathon, Trailrunning-Touren auf den Trails des Oberengadins buchen.

Vitalba und Laurent und ihr originelles Angebot. Foto: ©Academia Engiadina

Mut, unternehmerisches Denken und eine grosse Hartnäckigkeit in der täglichen Aufgabe haben auch zwei Absolvierende der HFT Graubünden bewiesen, die in diesem Jahr für den «htr Milestone» in der Kategorie Nachwuchs nominiert sind. Selina Döringer und Fabrizio Gull bilden seit 2018, nach ihrem Studienabschluss, die Geschäftsleitung der Moosalp Tourismus AG und der Moosalp Bergbahnen AG. Fabrizio wurde mit 26 Jahren der jüngste Tourismusdirektor der Schweiz, Selina mit ebenfalls 26 Jahren die jüngste und einzige weibliche Bergbahn-CEO der Schweiz.

Die HFT Graubünden hat noch viele weitere Geschichten zu erzählen. Dank der wertvollen Zusammenarbeit mit führenden Praxispartnerinnen und -partnern bildet sie nicht nur motivierte, qualifizierte und auf dem Arbeitsmarkt begehrte Touristikerinnen und Touristiker aus. Auch werden diese in hohem Masse dazu befähigt, für sich und für andere Verantwortung zu übernehmen und eine nachhaltige Tourismusentwicklung aktiv mitzugestalten.

Zeit für neue Perspektiven – der perfekte Weg zur/zum «Dipl. Tourismusfachfrau/mann HF»

(TN)