Hotellerie

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Es ist nicht einfach, in Paris eine Mietwohnung zu finden - dafür hat es 65'000 Airbnb-Angebote. Bild: Nil Castellvi

Paris verschärft Auflagen für Airbnb

Wegen dem Beherbergungsportal seien der Stadt schon 20'000 Mietwohnungen abhanden gekommen. Neue Regeln sollen diesen Aderlass stoppen.

Die Stadt Paris verschärft die Auflagen für Wohnungen, die Touristen über die Internet-Plattform Airbnb angeboten werden. Ab Freitag müssen solche Wohnungen eine offizielle Registrierungsnummer tragen, die bei der Verwaltung beantragt werden muss. Die Stadt hofft dadurch auf ein transparenteres Angebot.

Der stellvertretende Bürgermeister Ian Brossat sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Umwandlung von Wohnungen in Unterkünfte für Touristen oder Geschäftsreisende bereite der Stadt zunehmend Sorgen. In den vergangenen fünf Jahren seien dem ohnehin angespannten Pariser Mietmarkt dadurch schätzungsweise 20'000 Wohnungen entzogen worden. «Wir wollen diesen Aderlass stoppen», betonte Brossat.

Daneben schreibt die Stadt den Vermietern vor, ihre Wohnungen maximal 120 Tage pro Jahr als Unterkunft für Touristen anzubieten. Paris ist einer der Hauptmärkte für die US-Plattform Airbnb weltweit. Insgesamt werden in der französischen Hauptstadt rund 65'000 Unterkünfte angeboten.

Auch andere Städte wie etwa Berlin kämpfen gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Dort ist es seit Mai 2016 verboten, die eigene Wohnung ohne Sondererlaubnis gegen Geld als Ferienwohnung anzubieten. Einzelne Zimmer dürfen dagegen auch weiter über Vermittlungs-Portale wie Wimdu oder Airbnb vermietet werden.

(AWP)