Hotellerie

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Wallis, Graubünden und Bern verfügen über die meisten Airbnb-Betten in der Schweiz – immer mehr davon werden von Multi-Hosts auf die Plattform gestellt. Bild: HES-SO Wallis

Immer mehr gewerbliche Nutzung auf Airbnb

Die Anzahl Airbnb-Objekte ist in den letzten zwölf Monaten rasant angewachsen. Fast schon die Hälfte aller Wohnungen wird von Unternehmen auf die Plattform gestellt und nicht mehr nur von Privaten.

Wie schnell sich Airbnb in der Schweiz ausbreitet, ist eindrücklich. 6032 Wohnungen waren 2014 auf der Vermittlungsplattform zu finden, 12'937 waren es im 2015, 18'494 im 2016 und in diesem Jahr sind es bereits 29'595 Objekte, ein Zuwachs von über 11'000 in einem Jahr.

Das Wallis bleibt mit 5150 Objekten und 22'953 Betten an der Spitze der Kantone mit den meisten Airbnb-Objekten und Betten. Die drei Alpentourismus-Kantone Wallis, Graubünden und Bern rangieren in der Rangliste der Kantone mit den meisten Airbnb-Betten an erster Stelle.

Der Anteil aller Airbnb-Betten macht heute in der Schweiz bereits 30% des gesamten Hotelangebots aus, was einem Anstieg von 5 Prozentpunkten in 6 Monaten entspricht. Der Anteil der Airbnb-Betten am Hotelangebot explodiert vor allem im Wallis: von 57% auf 73% in nur 6 Monaten.

Multi-Hosts im Anzug

Wie Professor Roland Schegg vom Walliser Tourismusobservatorium in seiner neusten Studie festhält, ist insbesondere der Anteil professioneller Vermieter stark angestiegen. Der Anteil der Objekte, die nur von einem einzigen Host verwaltet werden ist seit der letzten Studie vor 6 Monaten von 60% auf 56,8% gesunken.

Die «Handelszeitung» ist diesem Trend nachgegangen und stellt fest: der grösste gewerbliche Nutzer oder Multi-Host ist die Migros, oder genauer: Interhome und Interchalet aus der Hotelplan Group. 40 Prozent der gewerblichen Airbnb-Nutzung laufe über die Hotelplan-Töchter. Seit Oktober 2016 ist Interhome mit Ferienwohnungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich auf Airbnb vertreten.

Seitens Airbnb wird die Connection zu Interhome gelobt. Die Integration der Objekte erfolge über eine API-Schnittstelle, die es Anbietern einfacher macht, ihre Inserate zu pflegen und Buchungsanfragen zu koordinieren. Dieses Instant Booking nütze beiden Seiten, dem Vermieter und dem Reisenden. Die Kommission, die Interhome Airbnbn berappen muss, liege im hohen einsteligen Bereich, schätzt die «Handelszeitung».

(TN)