Hotellerie

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Action haben, fit sein - und dies natürlich entsprechend auf sozialen Medien in Szene setzen: Das sind die Prioritäten der jüngeren Generationen von Reisenden. Bild: Pixabay

Fitnessraum statt Strand, Wasser statt Bier

Wissen Sie, was ein «Welfie» ist? Eine Studie von Hotels.com zum Reiseverhalten und zu den Hotelauswahlkriterien der Millennials bringt Spannendes zu Tage.

Das Hotelbuchungsportal Hotels.com hat sich die Reisegewohnheiten der jüngeren Generationen angeschaut und die Ergebnisse in einer Studie namens «Activacations Survey» publiziert. Die Ergebnisse sind nicht ganz überraschend, untermauern jedoch, was man auch hierzulande betreffend den Millennials hört – und man liest darin einige nette Neologismen.

Der Grundtenor lautet: Immer mehr Junge verzichten auf Ferien im Stile von «Beach und Bier». Aber nicht zugunsten von Kulturferien: Es geht darum, dass man heute Action-geladene, von Social-Media-Berühmtheiten inspirierte «Fitness Getaways» bucht. Das lässt sich unter anderem daran feststellen, dass auf den Social-Media-Accounts vieler junger Reisender heute gerne «Welfies» gepostet werden. Damit ist ein «Workout Selfie» gemeint, also die Zurschaustellung der eigenen Fitness-Bemühungen und natürlich des gestählten Körpers.

Hotels.com untermauert dies aber auch mit Zahlen: In einer Umfrage gaben satte 80 Prozent der befragten 18-35-jährigen an, dass Fitness einer der wesentlichen Inhalte ihrer Ferienaktivitäten sei. Bei der Auswahl eines Hotels achten demnach 34 Prozent auf gute Fitness-Einrichtungen. Nur 27 Prozent orientieren sich an den gastronomischen Aspekten, gar nur 9 Prozent an der Nightlife.

Aktivferien sollen schön in Szene gesetzt sein

Zu den wichtigsten Aspekten der Ferienreise zählten weiter «einzigartige Erlebnisse» (42%), aber auch das Treffen anderer Menschen (27%). Gut 29 Prozent gaben an, dass es sehr wichtig sei, die Ferienaktivitäten auf Social Media zu teilen.

Auf die Frage, worauf man am ehesten verzichten würde, um seinen «Fitness Fix» auch in den Ferien zu erhalten, wurde «Top-Gastronomie» (42%), «Relaxing» (38%), «Sightseeing» (32%) und «Alkohol» (24%) geantwortet. So verschieben sich die Prioritäten!

Und natürlich gibt es Gender-Unterschiede: Während eine Mehrheit der Männer lieber physischen Aktivititäten wie Crossfit oder Beach-Bootcamp nachgeht, ziehen 25 Prozent der Frauen die Wellness der Fitness vor und setzen auf Yoga, Meditation oder Tai-Chi. Gesundheit!

(JCR)