Hotellerie

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Hat einen Strich gezogen unter seine Vergangenheit mit der Kempinski-Gruppe: Hotelier Reto Wittwer. Bild: Daniel Tschudy

Reto Wittwer ist zurück im Geschäft

Von Daniel Tschudy

Der Schweizer Hotelier und Ex-Kempinski-CEO äussert sich zu seinen aktuellen Plänen. Er will nochmals richtig zupacken.

Verjagt, verklagt und durch die internationalen Medien getragen – Reto Wittwer hat die vergangenen 18 Monate überstanden und steigt, fast wie der Phönix aus der Asche, wieder in den Hotel-Olymp. «Mit Kempinski habe ich abgeschlossen; die Intrigen liegen hinter mir, die Sache ist heute nicht nur rechtlich sondern auch emotional verarbeitet. Genauso wie ich auch meine zwei früheren grossen Engagements, bei CIGA und Swissôtel, als Teile meiner Vergangenheit sehe», äusserte sich Reto Wittwer am Rande der Expo 2017 in Astana zu travelnews.ch und dem Streit mit seinem früheren Arbeitgeber Kempinski.

Nun bäckt Wittwer kleinere Brötchen, aber Wittwer will nochmals richtig zugepacken und traut sich jetzt eine vierte grosse Hotel-Geschichte zu. In Dubai domiziliert, baut er mit einem Hauptpartner zusammen seine neue Management- & Investitions-Firma Smart Hospitality Solution (SHS) auf. «Wir haben bereits 15 Vorverträge unterzeichnet und werden 2018 ein erstes Haus eröffnen. Im Luxussegment wird es die Marke Blazon geben und im 4-Sterne-Sektor die Contempera Hotels.» Reto Wittwer – zu seinem Alter sagt er «über 60 Jahre alt» – ist Gründer und Hauptaktionär und nun voller Tatendrang. In erster Linie will er in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien tätig sein, und zwar im Mittelklasse-Segment. Europa will er aber ebenso bedienen; in Deutschland seien drei Projekte in Bearbeitung und möglicherweise gibt es auch bald ein Hotel in Rom.

Gastland gesucht

Reto Wittwer ist also wieder da und besuchte entsprechend gutgelaunt die Expo 2017 in Kasachstan. Seine Teilnahme am Schweizer Tourismustag in Astana dient dem World Tourism Forum Lucerne (WTFL), dem er weiterhin als Chairman vorsteht. Und für das WTFL versucht er in Zusammenarbeit mit CEO Martin Barth, Kasachstan als Gastland für das WTFL 2019 in Luzern zu gewinnen.

Und schon ist der Reto Wittwer wieder weg … frisch und munter unterwegs nach Paris, Dubai oder Crans-Montana; seinem dritten Wohnsitz. Reto Wittwer fühlt sich offensichtlich schon fast wieder wie in alten Zeiten: Die Hotelwelt muss ja schliesslich erobert werden.