Hotellerie
Airbnb-Hochburgen schiessen in die Höhe
Das Walliser Tourismus Observatorium (WTO) erhebt regelmässig aktuelle Airbnb-Daten und stellt ein weiterhin nahezu uneingeschränktes Wachstum des neuen Players in der Schweiz fest. Die letzte Erhebung für den Kanton Wallis erfolgte am 9. Dezember 2016: sie erfasste insgesamt 3‘650 Anzeigen. Gegenüber Juni 2016 ist die Anzahl damit um 38 Prozent angewachsen. Und bereits repräsentiert Airbnb 56 Prozent des Walliser Hotel-Angebots.
«Der rasende Aufstieg des Phänomens Airbnb erschüttert die traditionellen Sektoren des Tourismus immer mehr, denn der Marktführer der Unterkunftsvermietung zwischen Privaten will sich nicht mehr auf die Zurverfügungstellung von Unterkünften beschränken, sondern strebt danach, zu einer vollständigen Reiseplattform zu werden,» schreibt Professor Roland Schegg vom WTO in seiner Analyse und verweist auf den neuen Service «Trips», mit dem Airbnb auch bei der Planung touristischer Aktivitäten eine bedeutende Rolle spielen will.
Nun hat das WTO zum Ende dieses Jahres hin eine 3D-Kartographie mit der Airbnb-Ausbreitung auf dem Schweizer Markt erstellt. Die 3D-Topographie in den Karten repräsentiert das Beherbergungsangebot bezogen auf die Anzahl der Betten. Die Farben rot bis gelb beziehen sich auf das Airbnb Angebot (48‘198 Betten in 18‘494 Objekten in der ganzen Schweiz), während die Farben blau bis violett das Hotelangebot betreffen (ca. 220‘000 Betten in mehr als 3‘700 Hotels). Jene Städte mit den meisten Airbnb-Angeboten sind Genf, Basel und Zürich, danach folgen Lausanne und Zermatt.
Neuste Zahlen vom Statistischen Am des Kantons Zürich
Fast gleichzeitig mit dem WTO hat das Statistische Amt des Kantons Zürich aktuelle Airbnb-Zahlen publiziert und spricht von 2817 Angeboten im Kanton und einem urbanan Phänomen. Überdurchschnittlich gut vertreten ist die Stadt Zürich punkto Airbnb-Angeboten. Rund 2'000 Wohnungen, Zimmer, gar Villen mit Seeanstoss sind mietbar. Winterthur, die zweitgrösste Stadt im Kanton, liegt mit 90 Objekten weit dahinter. Ermittelt wurden auch die Medianpreise der «Mini-Hotels» im Kanton: Ganze Unterkünfte kosten im Durchschnitt pro Tag 113 Franken. Privatzimmer bringen im Schnitt 61 und gemeinsame Zimmer 44 Franken.
Die Unterschiede auf dem Kantonsgebiet seien riesig, schreibt das Amt. Uster und Adliswil gehören mit 26 Airbnb-Angeboten zu den bestausgestattetsten Gemeinden auf dem Land. Im Wehntal und im Weinland gibt es kaum Unterkünfte.